Meine Recruiting-Reise: Was mich geprägt hat und warum ich so arbeite
Shownotes
In dieser Episode nehme ich dich mit auf meine persönliche Recruiting-Reise. Ich erzähle dir, woher ich komme, was mich fachlich und menschlich geprägt hat – und warum Recruiting für mich seit über 20 Jahren mehr ist als ein Job.
Diese Folge ist bewusst persönlich, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie ich ticke, warum mir Candidate Experience, Augenhöhe und Professionalität so wichtig sind – und wie all das meinen heutigen Blick auf Personalgewinnung und Personalauswahl geprägt hat.
Darum geht’s in der Folge Ich verzichte bewusst auf einen klassischen Lebenslauf zum Vorlesen. Stattdessen teile ich mit dir prägende Stationen, Erlebnisse und Learnings aus meiner Zeit im Recruiting – von den ersten Einblicken bei Porsche, über viele Jahre Beratungs-Recruiting bei MHP, bis hin zu den Grundwerten, die meine heutige Arbeit bestimmen.
In dieser Episode erfährst du: ✅ wie meine Leidenschaft für Recruiting entstanden ist ✅ warum mich frühe Einblicke in Bewerbungsprozesse nachhaltig geprägt haben ✅ was ich aus 15 Jahren Recruiting & Talent Acquisition in einer wachsenden Beratung gelernt habe ✅ warum Candidate Experience und Augenhöhe für mich keine Buzzwords sind ✅ wie frühes Active Sourcing, Talent Pools und Mitarbeiterempfehlungen Recruiting erfolgreich machen ✅ warum Prozesse wichtig sind – aber immer für Menschen funktionieren müssen ✅ weshalb Mindset oft entscheidender ist als Branche oder Unternehmensgröße ✅ warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite – und wofür ich stehe
Diese Folge hilft dir einzuordnen, wer ich bin, wie mein Blick auf Recruiting entstanden ist – und ob meine Haltung zu dir, deinem Unternehmen und deinem Recruiting-Alltag passt.
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Transkript anzeigen
Viele Grüße heute aus dem Van und zwar meinem Homeoffice auf vier Rädern, kann man sagen. Ich bin nämlich im Moment auf Workation für drei Tage innerhalb Deutschlands in der Nähe von Kassel. Und wenn ich hier aus dem Fenster schaue, habe ich einen Blick in Wald und eine schöne Lichtung und Natur. Gestern sogar ein Fuchs entdeckt. Also wirklich Idylle. Und diese Idylle nütze ich jetzt hier für diesen Video Podcast. Freue mich, dass ihr da seid. Vielleicht ist das sogar mal übrigens eine Differenzierung, ein Videopodcast im hr aus dem Van, das gibt es vielleicht noch nicht. Und by the way, ich hätte vielleicht auch privat noch Lust an einem Videopodcast Format zum Thema travel, die Welt erkunden wäre auch noch mal eine Idee. Aber jetzt konzentrieren wir uns mal gerade auf, was ich euch eigentlich heute mit dieser Folge mitgeben möchte. Und zwar ist es ein bisschen einfach Hintergrundwissen. Woher kommt eigentlich die Sarah Böning? Welche Erfahrungsschatz bringt sie mit? Und vor allen Dingen, was hat mich gebracht, prägt? Und ich denke, unseren klassischen Lebenslauf, den will ich jetzt gerade hier gar nicht so widerspiegeln, weil das kennen wir, glaube ich, auch aus interessanten Vorstellungsgesprächen, wenn dann Bewerbende gefragt werden, wären sie so nett, sich bitte in wenigen Worten noch mal selber vorzustellen? Den Lebenslauf haben wir natürlich vorliegen, aber es wäre sehr nett, wenn sie doch bitte. So und dieses Spiel spiele ich indirekt jetzt vielleicht auch und sage meine ganze Vita findet ihr in LinkedIn. Da habe ich alles drin. Genauso wer neugierig ist. Ich schicke sogar gerne meinen Lebenslauf mal raus, wer den haben möchte. Aber ich glaube, den will man vielleicht gar nicht nur haben, um zu sehen, was hat die Sarah da alles gemacht, sondern vielleicht braucht auch eine oder einer der Hörer Hörerinnen auch mal vielleicht ein Lebenslauf Template so als Inspiration. Also von daher gerne mir da in dem Falle auch eine e Mail mal schreiben oder bei LinkedIn. Genau, aber dort findet ihr natürlich alle meine formalen Berufsstationen. Ihr seht dort auch meine Ehrenämter oder meine Kooperation, wie beispielsweise mit der OMR, mit Quadriga, mit Haufe, mit Initiativen, die mir am Herz liegen, wo ich mich auch ehrenamtlich engagiere. Das ist live Teach Us Love, Hr Hate Racism, die Zeltschule. Also da findet er einiges. Ich will jetzt mal bisschen hier eher so meine Reise euch skizzieren. Wie ging es denn los mit diesem Recruiting? Wie kam es dazu, dass ich diese Leidenschaft jetzt zum Glück seit über 20 Jahren echt liebe und weiterhin mir auch für meine Zukunft wünsche? Und wie ging das alles los? Daher wollen wir damit mal starten. Ja, und der Start war so eigentlich mit Schule und Studium. Ehrlicherweise hatte ich jetzt nicht immer den Plan und wollte das und das und jenes unbedingt werden, sondern habe relativ generalistisch angefangen, Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung nannte sich das, zu studieren. Ja, da hatte ich dann den Schwerpunkt Personal und auch Marketing, aber das war die Theorie, die hat mich jetzt nicht sonderlich gepackt. Toi, toi, toi, hatte ich jetzt nicht so schlechte Noten, aber kann jetzt nicht sagen, dass das Leidenschaft entfacht hat. Vor allem ehrlich gesagt der Professor für Personal. Ja, ist eigentlich ein Wunder, dass ich trotzdem in die Praxis bin. Ja, die Praxis hat mich nämlich wirklich immer schon am meisten geprägt. Und da ergab es den Zufall, dass ich in ein Praktikum ging. Das war 2004, oh Gott, 2004, über 20 Jahre her, bei Porsche in Stuttgart zu Fernhausen. Und das war wirklich prägend, weil dann ging eigentlich meine Reise los. Das hatte vor allem so ein, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll, so für mich ein Effekt von, wow, ich will mal behind the scenes sehen, wie funktioniert das ganze, wenn man sich bewirbt, was passiert denn da im Hintergrund? Und das war schon spannend. Das war einfach wirklich Neugier für mich damals. Und ihr könnt euch das so vorstellen, das war ein Bewerbermanagement Büro, gar nicht mal so riesig, so zwei, drei Zimmerchen beieinander. Und da kam sie küstenweise, die Bewerbung. Das war also auch Phasen von Postbewerbung, also das Büro war bis oben hin voll. Gab auch so Zyklen, weiß gar nicht mehr detailliert, in welchen Januar, Februar, Märzhälfte und so weiter, Jahreshälften dann die Stossbewerbung kam. Aber das war verrückt. Das waren so gelbe Postkisten, die da angeschleppt wurden. Das war auch teilweise fast schon schwer und wahnsinnige Stapel. Und meine Aufgabe als Studierende war es dann im Praktikum und auch Werkstudententätigkeit, die mir alle anzugucken und zu überlegen, ABC, also im Grunde ein Forscreening und ob ich das so wirklich eignungsdiagnostisch gut und valide gemacht habe damals. Ups. Aber man hat Spannendes sehen dürfen natürlich. Wahnsinnsunterschiede. Marketing, Bewerbung, Produktionsbewerbung, Ingenieurbewerbung. Und ich fand es einfach damals schon faszinierend, wie Menschen sich darstellen, mit welcher Struktur, mit welcher, ja, Geradlinigkeit oder mit welchen kreativen Elementen auch. Also natürlich gab es viele, viele klassische Bewerbungen. Mit so hübschen Mappen haben wir damals eigentlich rückblickend auch ganz schön viel Geld ausgegeben, wie ich finde. Ja, und wir hatten aber auch Bewerbende, die waren äußerst kreativ und haben da schier Porsche Modellautos gebaut und uns Geschenke gemacht. Also da war wirklich eine Breite da. Ja, und das war irgendwie hat Spaß gemacht einfach. Und das führte auch dazu, dass ich da eine Weile blieb. Also Praktikum, Werkstudententätigkeit. Daraus ergab sich auch dann Thema für eine Diplomarbeit. Ja, und ich war in meiner Studierendenphase verantwortlich für den sogenannten Joblocator, also im Grunde das Stellenportal von Porsche. Da haben dann im Grunde alle porsche Gesellschaften und auch Töchter natürlich die Gelegenheit genutzt, dort ihre Stellen zu publizieren. Und ich war in meiner Studierendenzeit dort verantwortlich für im Grunde noch mal die Qs zu spielen, zu schauen, okay, haben die alles erfüllt? Ist die CI korrekt? Ist die Sprache korrekt? Können wir da noch was machen? Und dann im Grunde haken dran. Und dann ging es sozusagen ins Publishing, ins Internet. Und daraus ergab sich die Gelegenheit, dass die Firma MHP, Mischko Hofmann und Partner damals noch gehörte als Tochter verbund auch so dieses Konglomerat der Porsche Familie Familie, dass die eine Rekruterstelle da reingepostet haben. Also ich im Grunde mit die erste war, die es überhaupt wahrgenommen hat, weil ich die Stelle dann mir angesehen habe. Ja, und dann dachte ich neben dem ganzen veröffentlichen Mensch, da könnte ich mich doch mal melden, weil das ergab sich prompt mit meinem beruflichen Einstieg. Ja, und so kam es dann auch zu Bewerbung abgeschickt. Und diese Bewerbung habe ich auch noch kürzlich auch erst gefunden. Wer möchte, kann mal in meinem LinkedIn Feed scrollen. Da habe ich sogar ganz eigentlich schon peinlich mein Deckblatt publiziert, wie man da noch Bewerbungsfotos gemacht hat oder was man da so drauf geschrieben hat. Ich habe natürlich auch noch das ganze Anschreiben, da war ich aber ehrlicherweise noch nicht mutig genug, das zu publizieren. Nicht, dass mir das in Gänze peinlich ist, aber schon bisschen interessanter Aufbau. Da rede ich vielleicht noch mal an anderer Stelle zu. Naja, auf jeden Fall habe ich mich beworben, hatte tolle Gespräche, hatte schon wirklich sofort Vorbilder kennengelernt. Ich hatte also Vorstellungsgespräche echt mit Menschen, die mich fasziniert haben in ihrer Wertschätzung, mit Menschen, mit ihrer strategischen Brille und mit ihrer Innovation, sodass ich da wirklich schnell sagte oh, das wäre cool. Und noch ein Exkurs. Ich hatte da auch ein besonderes Erlebnis zur candidate Experience direkt, von der wir auch heute immer wieder sprechen. Wie fühlen sich denn Bewerbende? Und da war etwas, das hat mich schon auch beeindruckt, nämlich die Firma hatte damals so ein im Grunde kleine Schlösschen, kann man sagen oder Herrenhaus in der Nähe von Stuttgart, Ludwigsburg im Ländle. Ja, und da lief man so hin und dann war da nebendran auch so ein Pferdehof. Ich bin ehrlich gesagt, Pferdefreund, dann roch das auch direkt so schön. Also es hat mich total angesteckt direkt. Also es war wirklich ja auch ein schönes Element, woran ich auch heute noch gerne denke. Ja, so, also dann fing ich da an. Ihr könnt euch so vorstellen, da war die Firma bei 300 Mitarbeitenden und ja, es war, sagt man ja manchmal so salopp familiär, aber so ein bisschen was ist zumindest in der Form dran, dass man wirklich durch viele Events, durch Meetings, durch Festivals, durch große Erlebnisse, man hat auch Dinge auch sehr schön miteinander gefeiert, neben dem vielen Arbeiten, dass man wirklich das Gefühl hatte, alle zu kennen. Ich sag ja manchmal ein bisschen salopp, ich kannte alle mit Vorname, Nachname, Level und Gehalt. Stimmt nicht ganz, aber so im Grunde fühlte es sich so an. Ja, und dann wollten wir als Firma natürlich wachsen. Eine Beratung in der Porsche Familie. Fokus war damals viel IT Beratung und auch Prozessberatung, aber nicht nur bei Porsche als Kunden, sondern in ganz, ganz vielschichtigen Bereichen und Branchen. Und wir waren aber nicht ganz so bekannt, wer ist denn MHP? Und das war so ein extremer Change von meiner Porsche Welt natürlich, wo kistenweise die Bewerbung kam. Wir brauchten jetzt nicht unbedingt die großen Kisten bei Map, zumal das dann auch im Change war, direkt mit der weiteren Digitalisierung natürlich auf E Mail Bewerbungen oder irgendwann später kamen dann noch Bewerbermanagementsysteme. Ja, aber so waren die Anfänge und das hat mich natürlich geprägt, weil plötzlich war ich in einer Arbeitnehmer Bubble. Also Bewerbende waren eben Prozess und IT Berater, viele im SAP Kosmos. Die hatten alle gute, gute Jobs und es war auch völlig normal, dass man mehrere Chancen hat, mehrere potenziell tolle Arbeitgebende und noch ein Angebot und noch ein Angebot und ach ja, wo gehe ich denn hin und Cherry Picking. Und da war es an uns. Wir sind da also im Team dann klein, Stück für Stück gewachsen, viel, viel zu tun, damit man überhaupt erstmal auf uns aufmerksam wird. Und das hat mich wirklich geprägt, weil das ist ein anderes Mindset auch noch mal, was man da glaube ich, braucht, in welchem Markt man sich bewegt, wie viel Sichtbarkeit man braucht, wie viel Netzwerk man braucht. Und to be honest, schwäbische Firma war das, schwäbischer Geldbeutel, wie ich finde, in den Budgets. Und unsere ganze IT Landschaft war jetzt auch nicht eins mit Sternchen, auch wie man so schön sagt, historisch gewachsen, sodass wir echt viel, viel, viel, viel, viel, viel über die Jahre, über Prozesse, Prozesse, Prozesse, Methoden und Fokus Mensch gemacht haben. Und es klingt zwar immer vielleicht bisschen vermeintlich einfach, aber es war erstens sau viel Arbeit, keine Frage. Ich war schon extra meilen drin. Es war aber auch viel Leidenschaft immer drin. Wir haben diesen Beruf auch viel, auch ein Team wirklich mit Leidenschaft, glaube ich, ausgelebt und haben früh immer gepredigt, wie wichtig Augenhöhe ist, Candidate Journey und wirkliches Netzwerken, was wir ernst meinen und was mir gut gefiel, auch in den ganzen Jahresanfängen der Map und auch sehr früh, wenn man bedenkt, ich habe da 2006 angefangen, muss man selber noch rückrechnen, was früh da war und es ist Gold wert und vermisse ich auch bei vielen Unternehmen heutzutage. Was MAP früh hatte, ist wirklich schon ein strategisches Mindset für People, für Recruiting, für Personalgewinnung, das als strategisch wichtig Wachstumsmotor zu sehen. Und das war auch stark gepusht vom Management und dort auch irgendwo ja letztlich ein Vorbild. Also das war toll. Dann hatten wir am Anfang auch ja technisch für damalige Verhältnisse okay gute Voraussetzungen mit einer Access Datenbank, wenn man die eigentlich heute noch mal angucken würde, wäre auch lustig. Ja, aber den Change haben wir okay schnell gemacht und wir waren natürlich als Organisation einer Beratung, ja, Ziele waren wachsen, wachsen, wachsen. Also schon auch ein bisschen positiver Zahlendruck, um es mal so zu sagen. Und zum Glück auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für Wachstum und das war ein guter, guter Nährboden für mich zu lernen. Aber eben in diesem Kontext eher Arbeitnehmermarkt und nicht so ganz der starke Arbeitgeber schon in den frühen Anfängen zu sein. Ja und viele Sachen, die wir, wie ich finde, rückblickend echt halt früh gemacht haben. Um euch mal Beispiele zu geben. Wir haben Active sourcing super früh gemacht, weiß ich gar nicht, ob das überhaupt noch Active sourcing schon so hieß, aber dieses frühe Netzwerken noch in Zeiten von OpenBC und Xing und vor allen Dingen offline SAP Veranstaltungen und Kongresse und Messen. Dann haben wir sehr früh Talent Pooling gemacht, Talent Relationship Management. Zwar auch nicht mit den schönsten it Sachen, wir haben da schon auch viel manuell mit bedacht, aber wir haben früh kreative Ansätze schon gefunden, wie wir mit Menschen in Kontakt bleiben. Also da gab es auch daraus wirklich tolle Erfolgsgeschichten, sodass wir z.B. einem Kandidaten wie heute und wir sind auch noch so ein bisschen im Blickkontakt, der konnte nicht zu uns kommen aus diversen gründen, also zu einer Vertragsunterschrift. Dann haben wir im Grunde officially pooling gemacht und haben dann so Päckchen immer mal früher verschickt mit Giveaways und auch Karten und handgeschriebenen Karten und da wussten wir, dass die Person heiraten wird. Also haben wir das zum Anlass genommen, mal eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und ja, lange Rede, kurzer Sinn, der Mensch kam wieder in Kontakt zu uns, hat angefangen und ist jetzt schon seit, ich weiß nicht, 15 Jahren im Unternehmen. Also solche Dinge auch eben früh begonnen. Dann früher auch begonnen, immer mit den Hiring Managern, also Fachbereichen eng arbeiten, weil wir die immer schon früh brauchten. Sei es für Unimarketing, sei es für Messen, sei es für vor Ort sein, sei es für wirklich Netzwerken, früh Interviewpartner zu haben. Also da haben wir, wie ich finde, auch früh mal geguckt, dass da alle im Team mitwirken möglichst. Und der Erfolgsschlüssel schlechthin, und das ging eigentlich wirklich 15 Jahre so, war das Thema Mitarbeiter werben Mitarbeiter. Wobei das vom Namen her geht so ist, dazu machen wir bestimmt auch mal eine Episode zu diesem Thema. Aber dieses Referral Denken war enorm stark, sicher auch in der Beratung, da würden manche sagen, vielleicht auch einfacher, aber egal. Sondern wir haben halt gesagt, komm, helft mit, Make the Team war so der Eigenname, nennt uns Kontakte, guckt, wer zu uns passt, helft uns. Und haben das auch sehr oft halt erzählt. Wir sind da wirklich rumgetingelt mit diesem Thema und es führte zu echt sehr, sehr hohen Zahlen der Einstellung. Also ich meine, eins der erfolgreichen Jahre war z.B. auch 42 % aller Einstellungen waren dann über diesen Recruiting Kanal. Ja, also da hatten wir auch tolle Erlebnisse, dass das auch so zum Fliegen kam. Und ich glaube, in der DNA sicherlich generell eine Unternehmensberatung ist per se die Denke in Prozessen, Prozesse, Prozesse, Prozesse. Also manchmal, vielleicht als ich da noch intern tätig war, war man vielleicht auch mal angenervt von immer wieder Prozesses, kribbeln in Visiocharts, dann vielleicht Auditierung, aber eigentlich rückblickend, danke, danke, dass man das oft so akribisch getan hat, weil das einen schon prägt, sehr stark in Prozessen und Verantwortlichkeiten zu denken. Und ja, ich davon auch jetzt noch sehr zehre, aber mittlerweile gelernt habe, Prozesse und solche Themen in schöner auch gerne abzubilden, weil ich glaube, man muss auch immer die Menschen in der Experience da ein bisschen mitnehmen. Ja, und dann noch als anderen Aspekt, wir hatten auch immer Guerilla Sachen gemacht, also so ein paar Marketing Themen, die waren mit Absicht ein bisschen so ein bisschen ungewöhnlich für eine Unternehmensberatung, wo dann auch bewusst Menschen dann mal sagen sollten, ist das jetzt cool oder eher schwierig oder eben Aufmerksamkeit erregen. Und da haben wir auch ganz coole Sachen gemacht. Meiste eben wirklich mit schwäbischen Budget, mit Hands on und vor allem machen, Mentalität machen. Das war ja lange, lange, lange, lange Zeit wirklich mein leidenschaftliches Leben für die Firma, mit der Firma, mit dem Team hat auch einfach Spaß gemacht. Es war ein bisschen turbulent immer wieder, das kann man auch nicht anders sagen, bei Organisationen, die 1020 auch dreiig % gewachsen sind. Wir hatten das letzte Jahr, in dem ich auch noch tätig war, 1200 Menschen in einem Jahr im Onboarding. Also crazy. Nicht nur, was das bedeutet für ein Recruiting Funnel vorher, sondern natürlich auch, was das bedeutet für Preboarding und Onboarding und saubere Integration. Da kommen auch Wachstumsschmerzen, definitiv. Und in diesen ganzen Phasen kam auch regionales Wachstum hinzu. MHP hatte sich in Deutschland vergrößert, aber auch in gewissen Auslandsbereichen vergrößert. Ich war z.B. recht stark involviert im Aufbau vom Office in Rumänien. Also da sind so viele Dinge passiert, immer wieder neu, immer wieder Dinge aufgebaut und weitergeführt mit erfolgreichen Teams. Und ja, das habe ich dann 15 Jahre gemacht. Ich finde es rückblickend selber verrückt, 15 Jahre. Bin auch mittlerweile der Meinung, es gibt ehrlich gesagt auch ein zu lang in Firmenorganisation, aber das auch noch mal vielleicht an anderer Stelle. Aber ich vergleiche das immer ganz gerne mit als ich Map am Anfang kennenlernte, war es dann so unser Baby, dann wurde es zum Kleinkind, dann sind wir in die Pubertät so langsam geschlittert. Und übrigens in der Phase habe ich dann auch noch mein eigenes Kind bekommen, nämlich mein Sohn Bennett. Ja, und dann kam eben Pubertät und dann aber auch so die Phase des langsamen Lösens. Gab es auch natürlich Elemente, wo ich dann irgendwann merkte, oh, was sind denn meine Sara Ziele? Also nicht die Ziele einer Head of tenant acquisition, sondern was sind denn meine Ambitionen? Wo will ich denn noch hin? Und das war dann so langsam die Phase von dem Loslassen letztlich. Und ich konnte mir nicht vorstellen, es klingt vielleicht für manche weird, für manche vielleicht auch sehr vertraut. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie fremd zu gehen. Also ich hätte ja auch mit meiner Rolle, mit meinem Prozessdenken, mit meinem Netzwerk auch, also zu dem Netzwerk werde ich auch noch mal berichten, in andere Beratung gehen können, so wie das gerne auch jemand im Sales macht oder in anderen strategisch starken Rollen ist das natürlich auch was spannendes. Aber irgendwie fühlte sich das für mich nicht richtig an. Kann ich euch gar nicht beschreiben, aber wirklich so ein bisschen. Am ehesten trifft es das Wort Fremdgehen. Und das führte dann dazu, als ich dieses so für mich festgestellt habe, ja, Sarah, dann was eigenes, ja, und was das eigene ist und wie sich das entwickelt hat und was ich denn jetzt eigentlich tu, erzähle ich euch in der nächsten Runde hier aus dem Vanlife. Bis dahin danke erstmal für heute fürs zuhören und hoffe ein paar prägende Elemente waren dabei für euch, damit ein bisschen nachvollziehen könnt, woher komme ich, warum rede ich schwäbisch und Hochdeutsch und warum ticke ich immer in bisschen schwäbischen Budgetstrukturen, aber trotzdem eben mit strategisch wichtigen Leitplanken und ja, was hat mich da geprägt und denkt gerne an diesen Gedankengang Lebenslauf, wer diesen als Template mal haben möchte, gerne mir schreiben, dann schicke ich es zu. Danke schön, bis bald.
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