Interview mit Henrik Zaborowski: Warum ich nicht an Lebensläufe glaube...
Shownotes
Wenn du dich im Recruiting noch stark am Lebenslauf orientierst, kann es sein, dass du genau die richtigen Menschen übersiehst. Und wenn du Bewerbende nur über CVs beurteilst, wird’s schnell unfair – für beide Seiten. Genau da steigen Henrik Zaborowski und ich ein.
Wir sprechen darüber, warum Henrik sagt: „Glaubt nicht an Lebensläufe.“ Und was stattdessen hilft: mehr echtes Gespräch, bessere Fragen, mehr Fokus auf Passung. Ganz praktisch. Mit Beispielen aus seiner Arbeit als Personalberater.
Spannend für euch als Recruiter:innen, Talent Acquisition Manager, Personalreferent:innen, HR Business Partner sowie Head of Recruiting, Head of Talent Acquisition und Personalleitung: Wir schauen auf Alternativen zur klassischen Vorauswahl. Und wir reden über Liza for Jobs: strukturierte Offline-Workshops, Austausch zu „Was kann ich? Was will ich?“, Vernetzung – und wie das Ganze digital weitergedacht wird.
Links: Henrik Zaborowski: https://de.linkedin.com/in/henrikzaborowski/en Website: https://www.hzaborowski.de/ Liza Network: https://liza.network/ Liza for Jobs: https://www.hzaborowski.de/lizaforjobs/
Hinweis: Die Untertitel der Video-Version werden KI-basiert erstellt und können vereinzelt Fehler enthalten. Vielen Dank für euer Verständnis.
Also, gerne Kopfhörer auf und los geht’s – lass uns Mitarbeiter gewinnen, die bleiben. 🍀🧩
Mehr Recruiting Power
📲 Newsletter: Regelmäßige Dosis Recruiting 👉 https://shorturl.at/9rk4T
🕹️ Recruiting-Fahrplan: Der Weg zu einem maßgeschneiderten Plan (Strategie + Umsetzung) 👉 https://talentcentric.de/
🎓 Recruiting-Training - praxisnah für HR & Führungskräfte: 👉 https://talentcentric.de/training/ 👉 https://www.dg3-academy.de/recruiting-training-fuer-fachabteilungen
📖 Stellenanzeigen: Kostenfreies Online-Magazin mit Dos & Don’ts 👉 https://talentcentric.de/
🔗 Zum Vernetzen @ LinkedIn: 👉 https://www.linkedin.com/in/sarahboening/
Hat dir diese Episode gefallen?Dann lass mir ein bisschen Liebe da 💛 Ich freue mich über Likes, Empfehlungen, Abos, Bewertungen und Kommentare und natürlich über konstruktive Kritik, damit dieser Podcast noch besser wird.✉️ Feedback gerne per Mail: sarah.boening@talentcentric.de
Transkript anzeigen
Sprecher 1
Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Mitarbeiter gewinnen. Die bleiben heute mit einem schönen Format und einem Gast, den ich schon ganz, ganz lange kenne und endlich mal hier genießen darf, nämlich den Henrik Zaborowski. Herzlich willkommen, lieber Henrik.
Sprecher 2
Ich gebe das gerne zurück. Ich freue mich, dass wir beide mal hier was zusammen auf die auf den Weg bringen. Sehr schön.
Sprecher 1
Ja, ja. Und den Henrik werde ich jetzt an ein paar Stellen empfehlen, was ich ja eh schon oft tue. Mit Büchern und seinem eigenen Podcast Und seine Website bitte besuchen. Deswegen rufen wir das weiter bitte in die Welt raus, weil Henrik ist nämlich Personalberater und bringt also die Talente zu den passenden Arbeitgebern, aber berät auch in vielen Dingen Arbeitgeber für gutes Recruiting. Und das Thema eint uns. Ja, da glaube ich, haben wir immer wieder viele Parallelen, was Henrik an Tipps gibt. Und das sehe ich auch immer wieder bei LinkedIn, wenn er postet. Ich will bei jedem Beitrag liken, kommentieren, weil wir da, glaube ich, eine gute Linie fahren.
Sprecher 2
Und da sind wir ziemlich d'accord. Da bist.
Sprecher 1
Ja, da haben wir die gleiche Mission, was die Arbeitgeber, glaube ich, anbelangt. Absolut. Genau. Daher starten wir doch vielleicht kurz mit einer kleinen Warm up Frage. Ich stelle ja gerne in meinem Podcast, weil der heißt Mitarbeiter gewinnen, die bleiben so die Frage Hast du so den Tipp, wie man Mitarbeiter gewinnt, die bleiben? Wobei bei dir könnte man jetzt auch spontan überlegen, ob du den Tipp an Arbeitgeber richten möchtest oder an bewerbende. Weil heute soll es ja auch in unserer Folge vor allem um die Zielgruppe gehen Bewerber und Talente. Was können die im Moment tun, um in diesem Geflecht des Dschungels den passenden Arbeitgeber zu finden? Da lasse ich dir jetzt mal die Wahl, was du machen möchtest.
Sprecher 2
Dann finde ich doch den diplomatischen guten Kompromiss und sage an beide Seiten Glaubt nicht an Lebensläufe.
Sprecher 1
Ja.
Sprecher 2
Weil. Weil. Also für Bewerbende. Wenn irgendjemand glaubt, dass sein Lebenslauf 100 % so gelesen wird, wie er oder sie es gemeint hat, muss sich bitte von diesem Irrglauben verabschieden. Das ist wirklich. Das ist wirklich ein Irrglaube. Und den Arbeitgebern muss man einfach sagen sortiert nicht nach Lebensläufen aus, weil ihr sortiert so viele gute Leute aus, die den Job könnten und ihr erkennt es halt nicht, weil ein Lebenslauf dafür einfach nicht geeignet ist. Das ist genau. Es ist also eine Krücke in einem nicht guten Bewerbungssystem, mit dem wir seit Jahrzehnten leben und auch weiterleben müssen. Wahrscheinlich, Aber es ist nicht gut. Und dessen sollten wir uns immer bewusst sein.
Sprecher 1
Ja, ja, Schöner Kompromiss und schöner Tipp. Danke, Henrik. Vielleicht gibst du uns als Brücke da vielleicht mal einen Einblick, wenn du als Personalberater ja tätig bist. Du bist, glaube ich viel für HR Positionen tätig. Leadership Position im Generellen, aber auch Corporate Social Responsibility. Wo versuchst du das immer wieder einzuarbeiten. Guckt nicht zu stark auf den Lebenslauf.
Sprecher 2
Also mir geht es da ganz genauso. Du hast ja nur einen Lebenslauf oder ein LinkedIn Profil als ersten Eindruck. So, und ich hatte jetzt zuletzt wieder ein Beispiel Head of Software Development und da bewirbt sich jemand und ich denke ja, du passt ja gar nicht, falscher Text, nur Konzern. Das war jetzt aber ein grown up und falscher Ort und so, also. Und dann habe ich den, weil ich ihn. Aber natürlich fand er ein spannendes Profil und dann denke ich immer ich rufe dich kurz an und sag denen halt mündlich ab. Und wollte ihm halt absagen. Und dann haben wir aber gesprochen und ich habe gemerkt, dass das total geiler Typ. Und dann hat er mir auch sofort den Wind aus den Segeln genommen. Ich glaube, ich weiß, was sie denken. Sie denken, ich passe nicht. Jetzt warten Sie mal, ich erzähle Ihnen mal was. So, Und der Lebenslauf hatte sich nicht. Also seinen Hintergrund hatte sich nicht geändert. Aber der Typ war einfach genial. Und dann haben wir noch ein ABC Test gemacht.
Sprecher 2
Von Harald Ackerschott. Der war großartig. Ich habe meinem Kunden gesagt Du musst diesen Mann sprechen. Und es war dann auch so, der war auch total geil. Der Gründer war auch total begeistert und und das war ein Kandidat, dem wollte ich absagen, weil ich gesagt habe vom Lebenslauf her, der passt nicht so und das passiert auch mir. Ja, das ist einfach so die Konsequenz. Jeden Bewerber anzurufen, schaffst du natürlich nicht und deswegen ist es halt 111 Krücke. Das ist immer ein System, das fehleranfällig ist und du kannst es nur versuchen zu vermeiden, indem du zumindest die Leute, wo du denkst ja vielleicht ja irgendwie. Doch mit denen musst du halt sprechen.
Sprecher 1
Ja, aber da sagst du was, so leichtfertig und selbstverständlich glaube ich, da werde ich zumindest hellhörig. Ja, dann rufe ich den Halt an! Diese Einstellung haben, fürchte ich, viele auch schon verloren. Das liegt aber nicht immer an der Masse, an Bewerbungen, fürchte ich leider, sondern manchmal sind es auch nicht die vielen Bewerbungen, aber auch der Wille, einfach wieder das Gespräch zu suchen und eben übers Sprechen weiter zu kommen. Da haben wir eben auch schon die großen Krücken. Na ja, Harald Ackerschott ABCtest sagt doch da ein paar Sätze für die Menschen, die den möglicherweise noch nicht kennen.
Sprecher 2
Harald, einer unserer ganz großen Eignungsdiagnostik. Profis also die Lehre oder die Erkenntnis, woran ich erkenne, ob jemand den Job kann. Also jetzt ganz salopp gesprochen und da geht es natürlich Auf der einen Seite geht es viel um Logik, abstraktes Denken, also ein bisschen pragmatisch gesagt Intelligenz, Weil je anspruchsvoller, je komplexer eine Aufgabe ist, umso intelligenter muss ich dafür sein. So, und für Standardaufgaben abarbeiten irgendwas. Dann gehe ich halt über Routinen. Und dann habe ich natürlich diese Persönlichkeitsausprägungen, da bin ich eher detailverliebt. Oder gucke ich immer eher das große Ganze? Argumentiere ich oder kommuniziere ich eher sachbetont oder eher personenorientiert? Und es kommt ja immer auf die Position drauf an, was nötig ist. Es gibt ja kein richtig oder falsch, sondern eher unpassend oder passend. Und das greift halt alles ab. Super Tool, hat mir leider aber auch schon einige Kandidaten, wo ich dachte Oh, die sind perfekt und dann haben die einen Test gemacht. Nein, nein. Okay. Und dann diskutiere ich mit Harald immer drüber und dann sagt er so und so und so und und oft.
Sprecher 2
Wir versuchen das dann auch noch mal zu validieren und das stellt sich dann auch raus. Ja, war dann auch so, also das ist wirklich faszinierend. Aber ja, es ist halt manchmal auch frustrierend.
Sprecher 1
Spannend. Ja, oder man sieht es auch einfach als Chance wirklich, es neutral zu formulieren. Wir prüfen immer auf Eignung und Passung und dann sind Menschen passender oder weniger passend. Ich glaube, manchmal liegt auch viel in der Tonalität unserer Worte. Wir sagen immer so schwarz weiß, abgesagt passt nicht, Alle anderen sind besser. Dabei stimmt das ja oft gar nicht. Hat ja auch nachher noch vielleicht mit deinem Buch zu tun. Reden wir mal Richtung Ende hin. Worüber wir ja auch ins Gespräch kamen Über LinkedIn wieder. Da hat nämlich Hendrik was gepostet zu einem Projekt. Lisa und ich so Hä? Was ist das? Das ist ein Projekt für bewerbende Menschen in der beruflichen Orientierung, oder? Ja. Du erklärst besser, was das Projekt leiser mal ist.
Sprecher 2
Also letztendlich ist es ein großes Lisa Network. Ein großer Ansatz, weltweit menschliche Potenziale sichtbar zu machen und verfügbar zu machen. Die Idee ist also, mal ganz salopp gesagt OpenBC in seiner ursprünglichsten Form. Also einfach ein Netzwerk, wo Leute, Menschen ihre Fähigkeiten, ihre Interessen, ihre Ziele, ihre Wünsche reinstellen oder kommunizieren. Das Besondere bei Lisa ist, dass das kein reines digitales Produkt ist, sondern es lebt von offline, von echten Workshops. Die sind strukturiert und ich beschäftige mich als Teilnehmer erst mal 345 Minuten mit mir selber. Da geht es nicht um die Frage Was hast du eigentlich für Fähigkeiten? Zum Beispiel? Und wir haben das ja mit mit 80 bis 1 100 Personalerinnen gemacht in der Vergangenheit. Und da waren viele Stimmen, die gesagt haben, Ich habe mich seit seit Jahren nicht mehr damit beschäftigt, was ich kann und was ich eigentlich will. Und jetzt mal wieder diese Zeit zu haben. So, also das machst du erst mal selber und dann gehst du immer in die Interaktion mit einem Einzelnen aus der Gruppe oder mit der gesamten Gruppe.
Sprecher 2
Und es entsteht eine Superdynamik, Es entsteht eine ganz intime Atmosphäre. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie. Aber im Großen und Ganzen ist das ein sehr tolles Miteinander Und die Idee ist halt Jetzt sage ich zum Beispiel ich kann gut reden halten und dann poste ich das an der Wand und dann sagt jemand so ja, reden halten, das will ich lernen oder Da will ich besser werden. Henrik, erzähl mir mal was dazu und dann gehst du in den Austausch. So, und und das ist ja eigentlich offline, Also im echten Leben das erleben, was man digital dann versucht abzubilden. Da steht dann halt auf LinkedIn oder wo auch immer. Ja, der Henryk, der kann gut reden halten und so habe ich es aber halt gleich packbar, weil ich habe den Henryk gleich direkt vor Ort. Und dieser Workshop ist eigentlich die Initialzündung. Dann stellst du halt ein digitales Profil von dir und damit ist es dann natürlich quasi weltweit. Also jeder, der die Lisa Network App hat, kann sehen, der Zaborowski kann zum Beispiel gut reden halten.
Sprecher 2
So, und wenn ich dieses Know how jetzt brauche als Coaching oder ich sage ich brauche einen Speaker oder ich keine Ahnung. Also auf Gegengeschäft oder so was. Also du kannst das ja auf freiwilliger Basis. Wie auch immer. Dann kannst du halt sagen Henryk, kannst du mir mal helfen? Oder ich habe hier eine Idee oder wie auch immer. Also deswegen menschliche Potenziale sichtbar machen und.
Sprecher 1
Gar nicht mal rein eine Recruiting Idee, Personalauswahl, Idee und Arbeitgeber Talentematching, sondern geht eigentlich darüber hinaus.
Sprecher 2
Genau das ist eigentlich ein Grund, ganz grundsätzlich. Aber du kannst es natürlich auch als Arbeitgeber verwenden. Du kannst zum Beispiel als Arbeitgeber sagen Ich lasse alle meine Bewerber innen durch so einen Workshop laufen, einfach um den auch einen Mehrwert mitzugeben. Weil du gehst immer da raus und hast wieder was über dich gelernt oder bist inspiriert. Dann tut die Absage vielleicht nachher auch nicht so weh. Ja, ja und auch als Arbeitgeber lerne ich natürlich was über die Leute, weil ich ließ mir dann halt auch die Profile anschließend durch. Da sollte ich dann zumindest. Und dann erfahre ich zum Beispiel es gibt zum Beispiel auch was sind so besondere Erfahrungen. Da hatten wir in einem Workshop hat jemand erzählt, wie er jemanden reanimiert hat? Ja, was das auch mit ihm gemacht hat? Ja, oder jemand anderes hat halt eine Backpackertour um die halbe Welt gemacht und und erzählt halt davon was was das in ihm ausgelöst hat. Jemand anderes hat seine kranke Mutter in den Tod gepflegt, sozusagen. Also. Und? Und du? Du lernst ja einfach noch mal, Du kriegst ein ganz anderes Verständnis von den Menschen.
Sprecher 2
So was ist jetzt natürlich nichts für den Spaß hätten.
Sprecher 1
Und und von wem wird das moderiert? Also wenn du sagst, es wird sehr strukturiert gemacht.
Sprecher 2
Genau. Also leiser bildet. So Workshop Eventleiter aus. Das ist so ein Tagestraining, wo halt einmal das ganze Konzept und die Struktur erklärt wird und dann wird das noch mal durchgespielt und dann hast du am Anfang hast du erst mal noch als Anfänger hast du noch ein Senior mit an deiner Seite und machst deine ersten Workshops sozusagen in Begleitung. Aber das ist relativ. Also das ist jetzt kein Rocket Science, sondern es gibt halt ein paar Sachen, die du beachten musst, damit es halt läuft und nicht aus dem Ruder läuft, sondern wirklich die Struktur behält und so, aber im Großen und Ganzen ist das und das ist natürlich auch zum Beispiel eine. Idee für Freiberufler oder sowas, die halt sagen ich bin Coach oder so, die verdienen damit halt auch ein bisschen Geld. So jetzt nicht wahnsinnig viel, aber doch ein bisschen was.
Sprecher 1
Aber das Netzwerken auch.
Sprecher 2
Genau das ist Netzwerken. Genau. Und wie gesagt, also wir haben halt auch gedacht für Arbeitgeber, auch in der Transformationsphase. Ich habe ja Mitarbeitende, die brauche ich nicht mehr. Verbrennermotor, Ingenieure oder sowas. Was mache ich denn jetzt mit denen? Was können die denn sonst noch so und worauf haben sie denn Lust? Wie könnte ich dann durch so einen Workshop schicken?
Sprecher 1
Ja, ist auch spielerischer. Dann fällt es Menschen vielleicht auch leichter, sich damit mal zu beschäftigen, als jetzt gleich den Wahnsinns persönlichkeitstest oder gleich an so ein Riesen Lebenslauf Dokument, wo auch keiner Lust hat, das Ding in die Hand zu nehmen. Kann ich mir gut vorstellen, ja.
Sprecher 2
Und es wird ja auch nicht gefragt Was will ich denn eigentlich? Und und was sind denn eigentlich meine Ziele und meine Wünsche und Visionen und sowas? Das wird ja in der Regel auch gar nicht abgegriffen. Ich meine, ich würde jetzt auch sagen, gut, meine Vision habe ich jetzt, habe ich jetzt auch nicht. Ich habe so ein paar Ziele oder so, ja, also und das gibt es aber auch diesen Workshop gibt es halt auch in Abstufungen. Es gibt so den den acht Stunden oder Ganztagesworkshop, der gehst du alle acht Elemente einmal durch und es gibt den eher so auf Jobs bezogen oder beruflichen Kontext. Da bist du dann bei vier oder fünf. Das sind dann vier, vier Stunden oder so, genau. Also.
Sprecher 1
Ja und wie willst du da als Hendrik involviert mit dem Lisa Network.
Sprecher 2
Der Gründer, der Roman Partisi, der hat mich vor Jahren mal angefunkt, weil er gesagt hat Hey, ich suche jemanden, der mir hilft, das in Deutschland bekannt zu machen. Ja, und dann haben wir uns getroffen und ich habe erst gedacht Puh, was ist das für ein wilder Typ? Ja, also Roman Roman hat.
Sprecher 1
Mir mal den ABCTest machen.
Sprecher 2
Roman hatte den den Vorläufer von YouTube damals gebaut in Österreich. Ja, also sehr visionär auch. Und. Und dann haben wir zehn Minuten geschnackt und ich habe gedacht, der hat echt einen Punkt. Also der ja, das ist, das hat alles Hand und Fuß, Sinn und Verstand und so und dann hat es aber trotzdem noch ein bisschen gedauert und dann haben wir 2019 haben wir diese vier, fünf Workshops probeweise in Deutschland mit Personalerinnen gemacht, auch mit bekannten Namen aus der Szene. Die waren alle total begeistert. Und dann wollten wir das eigentlich 2020 wollen wir es richtig ausrollen. Und dann kam Corona und dann war halt alles tot. Dann musste er auch erst mal zusehen, wie er finanziell klar kommt und so, hat dann andere Sachen gemacht und jetzt sind wir wieder dabei, das auszuräumen. Hoffentlich.
Sprecher 1
Der Podcast kommt hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt. Dann können wir ein bisschen die Werbetrommel rühren, dann für Liveformate oder digital und vielleicht noch mal ein bisschen dann den Transfer, wenn ich so einen Tag verbracht habe in diesem Workshop oder auch einen kürzeren Tag. Wie agiert das mit der App und welche Daten gehen dann in die App, damit das so digital verfügbar?
Sprecher 2
Also ich bekomme ich bekomme eine Mappe an dem Workshoptag mit Durchschrift. Also ich schreibe das alles auf für mich und dann gibt es aber immer eine Kopie von dem. Also meine Fähigkeiten sind meine Interessen so und so und diese Durchschrift, die kriegt der Workshopleiter und der hat das alles dann nach dem Workshop ein paar Tage später halt digital in die App sozusagen. Dann bekommst du deine Logindaten und kannst jetzt auch alles angucken. Kannst das natürlich alles bearbeiten. Kannst du auch sagen, nee, das soll da nicht rein oder das Mensch, das habe ich vergessen, das packe ich da mit rein und so und. Und dann bist du halt in dieser App und leiser. Die KI in Lisa schlägt dir dann halt auch Matchings vor. Dann sagst du zum Beispiel so also du kannst gut reden halten oder du kannst Bücher schreiben. Und da ist die Sarah in Düsseldorf und die möchte gerne ein Buch schreiben und das wäre doch ein Match. Du könntest dir doch helfen. Willst du sie nicht mal kontaktieren? So, das.
Sprecher 1
Wäre eine Idee.
Sprecher 2
So genau. Also. Und und und. So lebt das dann halt in der App letztendlich dann weiter. Und du kannst aber natürlich auch immer wieder Workshops besuchen, wenn du lustig bist und da Bock drauf hast. Aber der Workshop ist halt die Initialzündung, Damit finanziert sich das Ding auch. Also du zahlst für diesen Workshop je nach Größe zwischen 69 bis 99 Euro.
Sprecher 1
Ach ja?
Sprecher 2
Ja, ja, genau. Und dann hast du halt die App auch für ein Jahr mit allen Funktionen. Und dann solltest du eigentlich noch mal noch mal wieder so ein Workshop benutzen, damit man mal wieder ein bisschen Kohle reinkommt. So, es gibt jetzt im Moment auch die App in der Basisversion, also hast du so zwei oder drei Elemente, die freigeschaltet sind. Kannst du auch kostenlos nutzen, wenn man sich das einfach mal angucken will. Also kannst dich jederzeit anmelden und dann hast du halt wirklich so die Basisversion kostenfrei. Damit kannst du aber jetzt nicht so richtig viel machen.
Sprecher 1
Ja, aber man kriegt vielleicht mal ein Gefühl für so die ersten Elemente. Das mache ich direkt mal!
Sprecher 2
Und was mir ganz wichtig ist Wir reden ja über US Tech Unternehmen und und wie abhängig wir sind, dass es alles, alles Deutsche, Schweizer, österreichische Server, Datenschutz ganz hochgehalten. Green Energy Also nachhaltiger geht's nicht. Ja, du bist nicht das Produkt. Deine Daten sind nicht das Produkt, sondern du bist wirklich der Nutzer und und hast die Macht über deine Daten und so was. Also das ist mir auch noch mal, das ist halt auch tatsächlich ein Punkt, warum ich das gerne forcieren möchte. Weil ich sage, wir brauchen Alternativen. Xing ist tot. Ja, wir brauchen Alternativen in Deutschland zu LinkedIn. Das ist mir zu monopolhaft inzwischen und auch geht auch jetzt mit diesen ganzen Babbeln, die da auch erzeugt werden, in eine Richtung, wo ich skeptisch bin. So, und das wäre halt eine schöne Variante. Was Neues?
Sprecher 1
Ja, ja und es gibt den Menschen die Hilfestellung, wie du sagst, über die eigenen Fähigkeiten erstmal nachzudenken und die Stärken herauszuarbeiten. Das merke ich auch regelmäßig mit Menschen, die mich ja auch regelmäßig ansprechen und sagen Kannst du mal auf meinen Lebenslauf schauen? Hm. Und ja, Struktur von dem Lebenslauf beherrschen die meisten. Okay, gut, ne Chronologie, Aufbau, bisschen marketingtechnisch Dinge schön machen, das geht ja weitestgehend. Aber die meisten stolpern an Was sind denn eigentlich Fähigkeiten, die ich gut beherrsche. Ich kann dich auch bitte vielleicht dann nicht mehr so machen möchte. Und wo will ich vor allem hin? Und da finde ich das wirklich was sehr, sehr Schönes, was man als Angebot anreichern könnte. Und gerade in unserer digitalen Welt vielleicht eben bewusst diese Offline Chance. Ich fahr mal wieder hin, ich geh mal raus aus meinem Alltag.
Sprecher 2
Und das ist halt wirklich etwas. Also ich, ich bin ja durch Corona also tatsächlich, ich muss ja sagen, Corona hat mich gerettet vorm Burnout. Es war auf einmal alles stillgelegt. Ich konnte nichts mehr machen. Das habe ich auch ein Stück weit genossen und habe mich dann auch daran gewöhnt. So dieses ich arbeite ja auch 100 % remote, alles digital. Und ja, es ist einfach so, wir brauchen auch die Interaktion mit echten Menschen live vor Ort, Atmosphäre. Sich mal anfassen. So, das ist einfach so, ne? Ja und bist du echt? Ne, bist du. Bist du kein kein Avatar? So und. Und das fehlt, glaube ich, wirklich. Und und, und. Aus Sicht der Demokratiebildung Ja, wir müssen wieder viel mehr miteinander ins Reden kommen. Also gerade jetzt, in dieser ganzen politischen Lage, wo wir gerade sind, diese ganze Empörungswellen, der ganze Wahnsinn, der da gerade so passiert mit diesem Rechtsruck und so, Wir müssen wieder erkennen, dass Menschen wirklich Menschen sind, Die haben alle einen Grund, warum sie so sind, wie sie sind, warum sie das und das vertreten.
Sprecher 2
Man muss mal wieder ins Gespräch kommen. Nicht, dass man das bei diesem Workshop zwingend macht, aber.
Sprecher 1
Ja.
Sprecher 2
Ich glaube wirklich dafür allen.
Sprecher 1
So eine Vision hin. Absolut ja. Ich will mitwirken. Also wo ich kann, werde ich mit promoten. Das klingt richtig, erstrebenswert. Ich sollte Teilnehmerin werden, das schwebt mir auch vor. Kann man denn so ein bisschen die Zielgruppen noch eingrenzen für die Formate? Weil du gerade meintest, vor Corona hattet ihr schon spezifische Gruppen erst mal organisiert, aber rein theoretisch könnte passieren, Ich gehe zu einem Workshop nach Köln und. Blue Collar White Color Gradskala, welche Color auch immer.
Sprecher 2
Also wir hätten das halt für die Personalerin gemacht, um das halt für Arbeitgeber bekannter zu machen, um denen das mal vorzustellen. Also du kannst diesen Workshop zum Beispiel für unter unterschiedlichen Mottos machen, also zum Beispiel auch für Business. Ich bin Dienstleister und suche Kunden oder ich bin Corporate und suche Dienstleister und Start up zum Beispiel Ich bin Startup und suche Investoren. So, also dann hat man es gleich schon eingegrenzt bei diesen reinen ich sag jetzt mal für Privatpersonen, da kann dann halt wirklich jeder hinkommen. Du kannst es natürlich ein bisschen steuern, dass du sagst Pass mal auf, lass uns das mal ausrufen, wir machen hier ein Event nur für oder vor allem für Personalerinnen oder für IT'ler oder sonst irgendwas, ne? Und also das würde man sicherlich schon hinkriegen in der Kommunikation auf jeden Fall. Aber grundsätzlich. Genau da. Da läuft dann der die Fleischereifachverkäuferin genauso rum wie der Astrophysiker oder sowas? Keine Ahnung. Hatten wir jetzt noch nicht beides? Nicht das ich wüsste.
Sprecher 1
Okay, gut. Gibt der Name Lisa eigentlich eine besondere Bewandtnis? Habe ich mich noch gefragt. Den Ursprung.
Sprecher 2
Ich. Ich glaube, ich. Ich hatte Roman auch mal gefragt. Das war damals die erste. Art von künstlicher Intelligenz in der Informatik oder sowas, die so genannt wurde oder so. Also es ist aber auch schon Jahrzehnte her und also es hat irgendwas damit zu tun.
Sprecher 1
Also am Ende neben dem Namen natürlich. Man braucht wirklich eine Vorstellungskraft von diesem Format. So wie du es jetzt beschreibst, sieht man diese facettenreichen Chancen. Auf der Website war ich kurz. So sagt es auch Da wird ja noch mehr kommen und weiterentwickelt werden, dass diese Geschichte ja den Menschen klarer wird im Storytelling.
Sprecher 2
Also da, ich treffe mich morgen, also wir nehmen jetzt auf hier Anfang Dezember, morgen treffe ich mich mit Roman, da will er mir noch mal seine neuen Marketingkonzepte, weil jetzt gerade so wie es jetzt gerade ist, ist es halt, sagen wir, viele. Henrik, Ich habe es noch nicht verstanden. Kannst du es mir noch mal erklären? Und das ist natürlich kontraproduktiv.
Sprecher 1
Ja, und demnächst kannst du sagen, ich habe da einen Podcast aufgenommen, hör dir den doch gerne an und dann musst du das auch nicht jedes Mal erklären. Gut, jetzt haben wir ein paar Mal schon gesagt, der Henrik kann gut Bücher schreiben und die Bücher sieht man ja bei dir im Hintergrund auch. Ich habe es ja auch beide zu Hause abgesagt und im Boot berichtet doch da mal ein bisschen für die Zuhörenden. Wer sollte die lesen? Und ja, was ist da so dein Ziel?
Sprecher 2
Danke schön dafür. Also genau. Nehmt ein Boot. Ich muss den Titel. In der nächsten Auflage muss ich ihn ändern, weil. Genau das habe ich geschrieben. Letztes Jahr, also 2024 für Unternehmen, als wir noch Fachkräftemangel hatten und alle noch so ein bisschen händeringend gesucht haben, wo ich sage Leute, ihr müsst was im Recruiting elementar verändern und ihr müsst mal ein paar Prinzipien verstehen. So, und das habe ich wirklich geschrieben für Führungskräfte, die von HR oder Recruiting keine Ahnung haben. Die Basics liest sich das Buch durch und du hast 70 % dessen verstanden, was du was du wissen musst.
Sprecher 1
Ja, kann ich bestätigen. Hab's gelesen und Hiring Manager sollten das im Onboarding als Lektüre bekommen.
Sprecher 2
Super. Vielen, vielen Dank. Genau. Ist jetzt natürlich gerade überhaupt kein Thema. Jetzt haben wir Ende 25. Wir ertrinken in die Unternehmen, ertrinken in Bewerbungen, fallen alle wieder zurück in. So, jetzt macht er wieder vier Tage die Woche im Büro und ich muss mir auch gar keine Mühe geben bei der Personalauswahl. Ich habe ja genug zur Auswahl und solche Scherze. Also von daher ist das Buch wahrscheinlich gerade nicht.
Sprecher 1
Finde ich allerdings nicht. Henrik Da will ich gleich entgegnen Nur weil wir mehr Bewerbungen bekommen, werden wir in der Auswahl ja leider gar keinen Deut besser. Das ist ja ein Trugschluss. Die Verantwortung der Führungskräfte bleibt ja anspruchsvoll. Sie ist womöglich bei einer Vielzahl von Bewerbungen sogar noch schlimmer geworden. Ob sie das nur selber anerkennen, ist sicherlich schwieriger geworden. Im emotionalen Empfinden. Aber das Buch würde ich sagen bitte nach.
Sprecher 2
Weihnachten trotzdem.
Sprecher 1
Lesen.
Sprecher 2
Es ist zeitlos, aber du hast natürlich. Bei 100 Bewerbungen ist die Wahrscheinlichkeit, dass fünf dabei sind, die, die auch passen. Und was du auch erkennst, ist natürlich relativ hoch. So, deswegen. Also im Moment erlebe ich es so keiner fragt auch nach Recruitingtrainings oder sonst irgendwas, sondern die sind alle geil. Läuft wieder bei uns. So, das ist so ein bisschen meine Wahrnehmung so und das andere Buch Absage, Aber ich passe doch perfekt, habe ich dann geschrieben, Anfang 25, als als drei Anrufe pro Woche oder Anfragen kam. Ich ich verstehe das hier gerade nicht, bin auf Jobsuche, ich hochqualifiziert, Ich kenne das gar nicht. Und jetzt kriege ich ja eine Absage nach der nächsten. Was mache ich falsch? Und dann habe ich immer sagen müssen Ja, sehr wahrscheinlich machst du nichts falsch, sondern es liegt halt einfach am Markt und und es liegt daran, wie Unternehmen mit Bewerbungen umgehen. Und dann sind wir wieder bei diesem Nicht.
Sprecher 1
Das andere Buch eben doch lesen. Ja.
Sprecher 2
Ja.
Sprecher 1
Irgendwo hängt da was zusammen.
Sprecher 2
Und dann habe ich gesagt Jetzt, jetzt, jetzt gebe ich mal, verrate ich mal alles, was ich weiß, wie es intern in den Unternehmen mit ihrem Recruiting läuft, auch hin bis zu Ich weiß eigentlich gar nicht, wen ich suche als Führungskraft. Und dann sind Sie im Gespräch und denke den brauche ich ja gar nicht, ich brauche ja was ganz anderes. Also. Oder halt Zweitgespräch geführt. Du gehst raus als Bewerberin und denkst, das war alles super und zwei Tage später kriegst du eine Absage und fragst dich Hä? Ja. Inzwischen wurde die Stelle gestrichen wegen finanziellen Schwierigkeiten. Das wird aber nicht kommuniziert. Ja. So, und du stehst da und und bist ratlos. Und das habe ich da alles mal reingepackt. Und das ist so ein bisschen Aufklärungslektüre für alle verzweifelten Jobsucher innen mit der Botschaft Es ist nicht deine Schuld.
Sprecher 1
Ja, ja, ja.
Sprecher 2
In den allermeisten Fällen zumindest.
Sprecher 1
Wir haben uns da ja wirklich nicht abgesprochen. Dein Buch kam raus und parallel oder ein bisschen später war ich glaube ich dran mit meinem Lebenslauf Toolkit. Da habe ich ja so ein kleines E Learning gemacht und da habe ich so Videos aufgenommen, die im Grunde in einer Videobotschaft, glaube ich, die Inhalte aus deinem abgesagt fast wie ähnlicher Form halt erzählen. Macht auch so behind the scenes. Wie arbeitet HR, wie arbeitet Fachbereich, wie gucken die womöglich auf Unterlagen? Also habe auch meine 20 Jahre Praxiserfahrung erzählt und da habe ich ähnlich die Kernbotschaften drin. Ja, es liegt am Markt. Es liegt an der aktuellen Auswahl Qualität vieler Arbeitgeber. Komma. Aber ein paar Dinge können ja dann Kandidaten durchaus begünstigt tun, wenn sie sich dann für eine Unternehmung interessieren, und zwar mal wirklich und nicht nur irgendwie eine Bewerbung wegschicken, sondern auch ein bisschen Herzblut mal wieder aufgeht, dann können die glaube ich schon an ihrem Lebenslauf ein paar Elemente noch mal hervorheben, verbessern, fokussieren. Da habe ich dann wiederum ein bisschen Tipps drin.
Sprecher 2
Ja, ja, genau. Mein Tipp ist halt immer sucht den Kontakt zu den Führungskräften, also zu dem, der die Macht hat, dich einzustellen. Gerade auch bei Ebay. Also ich würde niemals eine Initiativbewerbung an HR schicken, weil hier ja dann sagt kennst du ja auch. Ja was soll.
Sprecher 1
Ich da.
Sprecher 2
Machen geschrieben Ja ne, haben wir nicht. Ja dann absagen. Also du musst mit denen ins Gespräch kommen, die halt fachlich wissen. Also du suchst einen Job im Controlling, dann musst du mit Head of Controlling sprechen oder Teamlead oder sonst irgendwas, um da mal was anzurühren. Und dann sagt vielleicht so jemand Ja, also ich überlege ja schon die ganze Zeit, ob ich da nicht noch mal jemanden einstellen sollte mit denen und der Expertise. Und dann bist du da. Und dann sagt er er kommt dann. Dann reden wir halt mal so, das ist natürlich dann Lucky Lucky Shot.
Sprecher 1
Aber meinst du, den Kontaktaufbau, also durch LinkedIn versuchen aufzubauen?
Sprecher 2
Durch Xing.
Sprecher 1
Oder offline, begünstigt durch ein paar Zufälle, das.
Sprecher 2
Hinzukriegen wäre, dann wäre dann per Zufall. Das würde natürlich auf Messen funktionieren, wobei da ja in der Regel keine Führungskräfte sitzen oder stehen, sondern also LinkedIn bietet sich natürlich an für die ganz Mutigen oder gerade im Vertrieb solltest du zum Hörer greifen. Das ist auch klar. Aber wenn ich natürlich ein bisschen schüchterner bin und das ist nicht so meins, dann ist LinkedIn eigentlich der Weg. Und da sage ich halt immer Such dir die Unternehmen raus, für die du arbeiten möchtest, aus welchen Gründen auch immer. Such dir da die passende Führungskraft aus, für die für dich relevant ist und die funkst du an und nutzt halt auch dein Netzwerk. Also so, gestern habe ich wieder mit einer Führungskraft gesprochen, die sagte ja, Henrik, Freitag geht die und die Stellenanzeige raus. Kennst du nicht vielleicht jemanden? Nee, so, das ist dann so Insiderwissen. Und dann? Dann sagst du Ja, warte mal, warte mal, ich kenne da jemanden. Sagt er Im Zweifel vielleicht Ja, Gut, dann schalte ich die Anzeige nicht.
Sprecher 2
Dann gucke ich mir erst mal den an So, das ist natürlich in der Masse kriegst du damit keine 100 Jobangebote. So, aber vielleicht das eine. Oder du bist halt im Gespräch.
Sprecher 1
Auch.
Sprecher 2
Ja, Ja, genau. Oder du bist halt im Gespräch. Und dann sagt er Ja, okay, aber Vollzeit habe ich kein Budget. Ich könnte ja, ich könnte Ihnen was in Teilzeit anbieten. Dann kannst du immer noch überlegen. Aber du bist halt im Gespräch erst mal so und Und darum geht es halt. Und wenn du eine Bewerbung hinschickst, bist du eine Nummer. Das ist einfach so niemand kennt dich, niemand weiß, wie toll du bist und und ob du dann da wahrgenommen wirst und eingeladen wirst. Es ist viel Glücksgeschäft.
Sprecher 1
Es ist wirklich viel Glück. Das merke ich auch in meinen Firmen. Ich sehe ja bei den Kunden dann auch immer ein bisschen rein. Wenn ich strategisch prozesssberatend arbeite, gucke ich auch immer wie läuft CVS Screening ab, Wie läuft die Anforderungsanalyse ab? Gibt es überhaupt erste Screening Calls? Oder gucken erstmal Fachbereiche wochenlang Papierunterlagen an, bis sie dann nach drei Wochen wieder antworten Da gucke ich so unterschiedlich rein und ich erlebe natürlich davon, bis und ich im Kern bleibt der Zufall. Ja, was gefällt einem gerade momentan? Oder kommen gerade Zufälle über Mitarbeiter? Werben Mitarbeiter Zufälle? Doch der befreundete Headhunter oder Zufall doch jemand aus der Elternzeit zurück und und halt ganz schlecht. Und es ist immer wieder schade. Kommunikation ist eigentlich Schlüssel. Menschen, wie du sagst, auch bei einer Absage oder es passt nicht. Kurz informieren, kurzen Stand, kurze Erläuterung und und da kommen ja dann wieder die ganzen AC Ängste hoch. Da bin ich schon ganz ungeduldig, Da kann ich gar nicht mehr ausführlich diplomatisch manchmal drüber reden und man muss über kurze Hutschnur.
Sprecher 2
Aber wir müssen auch ganz ehrlich. Also ich ich möchte den Job ja auch nicht machen als Inhouse Recruiterin mit irgendwie 200 Bewerbungen oder sowas und die dann anzurufen und und freundlich abzusagen oder noch ne, es wird ja immer diskutiert, ich kriege ja so eine Standardabsage ohne Grund und so und dann sage ich immer Leute, ganz ehrlich, ganz ehrlich, keine Zeit und und und. Im Zweifel kann ich dir auch gar keinen Grund nennen. Es ist einfach der Nasenfaktor, das Gefühl irgendwas überzeugt. Das ist ja auch mal der schöne Spruch von Kunden. Also der Lebenslauf hat mich irgendwie nicht angesprochen. Ich sag ja, der kann auch nicht sprechen. Ja, kann.
Sprecher 1
Auch.
Sprecher 3
Nicht sprechen.
Sprecher 2
Aber dann wird halt die Absage rausgehauen und und und. Und da muss das dann machen und die ruft dich natürlich nicht an und sagt Frau Böning, also der Lebenslauf hat unsere Führungskraft irgendwie nicht angesprochen. Und weil Sie sich diese Peinlichkeit ersparen wollen, schicken sie dir halt eine Standardmail. Und weil sie auch nicht die Zeit haben. Also das gehört. Also da müssen.
Sprecher 1
Sie sich auch manchmal beide Seiten wieder auf Augenhöhe zueinander bewegen, was man wirklich realistisch erwarten kann und darf. Ich meinte jetzt eher die Fälle, zwei, drei Gesprächsrunden, viel Zeit investiert und dann kommt eine Email. Dann muss man schon sagen. Also das ist dann ins Gesicht doch ein bisschen schwierig. Vor allem glaube ich, in vielen Branchen, nicht in allen, aber viele Branchen, vor allem bei regionalen Arbeitgebern, stimmt der Spruch Man sieht sich zweimal. Plus Mundpropaganda plus noch Google Rezensionen. Kununu Rezension und wie sie alle heißen. Deswegen tut es eigentlich manchmal gut, dieses. Ganz am Anfang von unserem Podcast hast du gesagt ich habe den einfach mal schnell angerufen und dass wir uns das manchmal wieder bewahrheiten für den Alltag. Auch wenn es uns nicht jeden Tag gelingt.
Sprecher 2
Aber immer.
Sprecher 1
Mal.
Sprecher 2
Wieder zu zwei Gesprächen da war. Den kannst du nicht mit einer Standardmail abspeisen. Nein, genau da bin ich ganz bei dir. Ja, ja.
Sprecher 1
Ja, ja. Zum Thema Lebenslauf interessiert mich noch schnell etwas, weil du als Personalberater ich weiß nicht, wie viele du da jede Woche siehst und weitergibst und berätst und was so über deinen Schreibtisch geht. Hast du eine Vermutung oder vielleicht auch offizielle Zahlen, wie viel Menschen im KI generierte Lebensläufe dir mittlerweile präsentieren und du so ahnst Huch, was hast du denn dann selber noch gemacht?
Sprecher 2
Nee, habe ich, habe ich. Also ich glaube ich. Ich sehe sowas halt auch zu wenig. Es ist mir auch völlig egal, weil ich denke mir, lass doch deinen Lebenslauf von KI schreiben. Passt doch. Wenn das stimmt, was da drin steht. Darum geht's ja. Ja. Und wenn es nicht stimmt, kriege ich es ja raus. Also, zumindest fachlich. Nee, nee, keine Ahnung. Ich finde diesen ganzen. Aber da bin ich auch ein bisschen. Da merke ich, wenn alt und dann noch PT mit anderen sind wir wieder bei Datenschutz und so was. Leute, hört doch bitte auf, euren Lebenslauf mit GPT zu schreiben. Seid ihr denn wahnsinnig? Also ganz ehrlich? Nein, das ist meine persönliche Meinung. Aber ich vermute mal, also zumindest anschreiben. Da würde ich natürlich schon sagen Liebe Leute, bitte. Also ich kann wirklich gut schreiben. Ich habe früher drei vier Stunden für ein Anschreiben gebraucht und dann habe ich es variiert und trotzdem noch drei Stunden gebraucht, obwohl ich ja die Basisversion schon hatte.
Sprecher 1
Also ich gucke gerade, ob ich es hier finde. Thema Anschreiben das mache ich jetzt mal ganz spontan. Hier ist meine. Ach, jetzt habe ich diesen doofen Hintergrund. Na gut, dann geht der spontane Tipp jetzt nicht auf. Für die Zuhörenden Ich habe gerade meine Bewerbungsmappe in der Hand von 2006 und der impressionsreichste Beitrag jemals auf meinem LinkedIn Profil war mal, dass ich mein Deckblatt veröffentlicht habe. Und dieses Deckblatt führte zu hoher Aufregung, warum auch immer. Also ich werde es vielleicht noch mal richtig abfotografieren und dann hochhalten. Kann man. Nein, es geht nicht.
Sprecher 2
So.
Sprecher 1
Spontan. Ja, das hole ich nach. Und auf jeden Fall das Anschreiben. Ich schäme mich heute, wenn ich das so mir anschaue von 2006. Aber ich saß da wahrscheinlich auch zwei, drei Stunden 2006 und war felsenfest überzeugt, damit ich nicht, dass ich mir da viel Mühe gegeben habe, meine Motivation gezeigt habe, dem Arbeitgeber bewusst gemacht habe, mit welchen Stärken er mich gewinnen wird, wenn er mich einstellt. Und so wie man es halt gemacht hat. So ein Anschreiben war.
Sprecher 2
Auch eine andere Zeit. Ja und war doch früher. Damals war es bestimmt das perfekte Anschreiben.
Sprecher 1
Genau. Und Job habe ich dann bekommen. sie aber rückblickend schon lustig, wenn man sich so Unterlagen anguckt.
Sprecher 2
Ja, ja, das stimmt. Und also ich hatte wieder so ein Aha Erlebnis. Ich hatte auch auf LinkedIn irgendwas gepostet zum Thema Anschreiben und so, dann hat mir jemand mal eben schnell in fünf Sekunden das perfekte Anschreiben für eine HR Position erstellt und du hast sie gelesen, hast gedacht Boah geil, geil, geil, geil. Und dann dachte er ist halt KI generiert so und so, also deswegen anschreiben kannst du es eh für die Katz. Heute weiß keiner mehr genau. Und heute weiß ja auch keiner mehr wie soll ich das jetzt noch glauben, was da drin steht oder nicht? Weil ja ist ja im Zweifel von der KI geschrieben. Also ich sage mal den wenn ihr ganz verzweifelt seid, dann schickt ein Anschreiben mit, weil das immer noch gerne gerne genommen wird. Aber dann lasst es halt von KI schreiben und gut ist.
Sprecher 1
Ja, das stimmt.
Sprecher 2
Und klebt ein ordentliches, seriöses Foto drauf, wie Danger Dan das gesungen hat, weil es auch immer noch gerne genommen wird, auch wenn es überhaupt keine, keinen Einfluss, also eher negativ im Zweifel hat. Ja so, aber ja.
Sprecher 1
Das bringe ich an meinen Recruitingtrainings auch immer gerne an verschiedene Studien, auch mitunter von unserem Professor Cunningham, der auch regelmäßig die Themen so untersucht. Was bedeutet das Foto in den Unterlagen, das Alter in den Unterlagen, die Hobbys in den Unterlagen? Da gibt es ja etliche Mythen. Und in der Wissenschaft wissen wir bei vielen Dingen roter Bereich und nicht nutzbar in der Personalauswahl. Aber wie wir beide den Alltag kennen alle gucken gerne drauf, finden es zum Schmunzeln, zum. Also da passiert ja alles in den Emotionen und dann sind wir wieder beim Zufall. Na ja, also wir überlassen es nicht dem Zufall. Nächstes Jahr sehen wir uns einmal live auf einem Laser Event. Das wäre jetzt mein Weihnachtswunsch. Jawoll. Sobald diese Events steht, werden wir sie announcen. Kommunizieren. Ja. Gibt es noch was, was du mitgeben möchtest zum Ende jetzt unserer kleinen Folge?
Sprecher 2
Nein, ich glaube nicht. Außer ein herzliches Danke hat mir ganz, ganz, ganz viel Spaß gemacht. Liebe Sarah, also sollten wir auf jeden Fall irgendwann noch mal wiederholen. Und jetzt würde ich ja fast. Schöne Weihnachtstage wünschen, aber der Podcast kommt wahrscheinlich erst im Januar raus. Ja, von daher ist das. Dann hat sich das.
Sprecher 1
Hendrik lässt mir Zeit für die Umsetzung. Genau. Danke. Ja dann allen danke fürs Zuhören. Ich hoffe, jeder nimmt wieder einen neuen Impuls mit. Je nach Lebensphase. Mein Fazit ist dieses Lisa Event ist eigentlich für jeden mal spannend. Auf so eine Reise zu gehen und vielleicht auch sogar mit Genuss. Spannend. Wenn ich gar nicht so im Stress bin in einer beruflichen Orientierung, sondern mich einfach auch für die Zukunft vorbereite. Und das müssen wir eh immer alle. Daher guckt euch leise an und wir bringen alle Informationen in die ShowNotes. Vielen Dank für heute. Bis dann. Tschüss. Tschüss. Tschüss, Hendrik.
Neuer Kommentar