Interview mit Liza Follert: Diversity im Recruiting, Inklusion im Prozess und praktische Tipps für mehr Vielfalt

Shownotes

Vielfalt klingt für viele nach Buzzword. Bis du merkst: Im Recruiting steckt sie in jedem Detail. In deiner Sprache. In deinen Anforderungen. Und in dem, was du für „normal“ hältst.

In dieser Folge spreche ich mit Liza Follert darüber, wie Diversity und Inklusion im Alltag wirklich funktionieren. Nicht als Kampagne. Sondern als Prozess. Und als Haltung.

Wenn du Recruiter:in, Talent Acquisition Manager, Personalreferent:in oder HR Business Partner bist, nimmst du hier super viel mit. Und wenn du Head of Recruiting, Head of Talent Acquisition oder Personalleitung bist, bekommst du eine klare Blaupause: Erkenntnisse schaffen, statt zu vermuten.

Liza erzählt, wie sie im Unternehmen regelmäßig Mitarbeitende befragt, Vielfalt anonym mit abfragt und dann wirklich hinschaut: Wer fühlt sich gesehen – und wer nicht? Daraus entstehen Fokusgruppen, konkrete Themen und Mitarbeitenden-Communities. Wir sprechen auch über Mikroaggressionen, Perspektivwechsel und warum „Standard für alle“ der Schritt von Vielfalt zu echter Inklusion ist. Und ganz praktisch: Wie du Kandidat:innen mit Behinderung erreichst, jenseits der klassischen Kanäle.

Relevante Links Liza Vollert: https://www.linkedin.com/in/lizafollert/ workeer: https://www.workeer.de myAbility.jobs: https://www.myability.jobs Integrationsfachdienste (IFD): https://www.ifd-bw.de herCAREER Expo: https://www.her-career.com

Audio Post-Production von Tomasz Grab: https://www.linkedin.com/in/tomasz-grab-ba45b432a/ Hinweis: Die Untertitel der Video-Version werden KI-basiert erstellt und können vereinzelt Fehler enthalten. Vielen Dank für euer Verständnis.

Also, gerne Kopfhörer auf und los geht’s – lass uns Mitarbeiter gewinnen, die bleiben. 🍀🧩

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Transkript anzeigen

Sprecher 1

Herzlich willkommen zum Podcast. Mitarbeiter gewinnen, die bleiben und ich begrüße heute ganz, ganz herzlich die Lisa Vollert aus Erlangen heute richtig herzlich willkommen heiße.

Sprecher 2

Danke dir, Mama. Ich bin sehr froh, hier zu sein.

Sprecher 1

Ja, sehr schön. Ich ebenso. Vor allem haben wir heute das Thema Diversity Vielfalt. Wenn man die Lisa jetzt gerade sogar sieht mit virtuellem Hintergrund, sieht man das sogar recht. Schön, dass wir das Thema mit Hintergrund sogar belegen. Und warum reden wir heute über Diversity? Um das kurz einzuordnen für diese Folge Ich glaube, die Folge dürfte heute für alle Menschen interessant sein, ob nun in einer operativen Rolle im Recruiting und Employer Branding oder als Führungskraft im Thema People und HR, aber auch als Führungskraft im Fachbereich. Weil Vielfalt und Diversität geht uns alle etwas an und da tragen wir auch, glaube ich, alle eine gesellschaftliche Verantwortung und eine Verantwortung in den Organisationen von den Arbeitgebern und daher wollen wir das Thema heute mal fokussieren. Ich sage das deswegen so bewusst am Anfang, weil mit leiser könnte ich über viele Dinge reden, über die gesamte Talent Acquisition, Klaviatur und Recruiting. Und wie stellt man 4000 Menschen global ein? Also da mangelt es uns gar nicht an Themen. Da muss einfach den Leiser öfter jetzt als gestern vorbeikommen.

Sprecher 1

Aber wir highlighten heute mal das Thema Diversität und um das zu tun, würde ich dich zu Anfang mal bitten. Leiser Erzähl doch mal erst mal von dem beruflichen Werdegang deiner bisherigen Stationen. Und warum natürlich Vielfalt für dich so ein besonderes pochendes Herz, glaube ich ist.

Sprecher 2

Ja, sehr gerne. Also ich fasse jetzt mal die 20 Jahre. Ich habe 20 Jahre ganz kurz zusammen. Ich bin im Recruiting gestartet. Nach der Uni direkt ein bisschen Zufall, ein bisschen Schicksal, dann weiß ich immer nicht genau in der Personalberatung und dann aber auch nach knapp zweieinhalb, drei Jahren in House gewechselt und von dort immer in House in einem Akquisition. Rekruten rollen mit fachlicher Verantwortung für bestimmte Jobfamilien für Standortverantwortung. Später ging es dann in Führungsverantwortung. Und dann, über die Zeit kamen immer mehr Themen dazu und natürlich auch Thema Employer Branding Und dann mehr Auseinandersetzung eben auch mit dem Thema Was macht denn einen Arbeitgeber, eine Arbeitgeberin attraktiv und wann identifizieren sich Menschen nur mit der Arbeit? Geholfen hat mir da auch mein soziologischer Hintergrund, Gesellschaft zu erforschen. Und dann kann ich glaube ich auch ehrlich sagen der Zeitgeist ist natürlich auch nur in eine Richtung gegangen. Von daher gab es dann auch mehr Material, mehr Studien, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema, manchmal punktuell in eine Dimension. Ja, das war das Thema Geschlechter an oder auch das Thema Internationalität.

Sprecher 2

Es gab auch mal einen kurzen Peak mit Menschen über 50, jetzt spricht man schon über die nächste Generation. Menschen mit körperlichen Einschränkungen kommen in den Fokus. Also dieses Spektrum wird ja immer größer und von daher hat es mich in den letzten Jahren einfach immer wieder begleitet, teilweise sogar in Rollen, in denen ich auch Verantwortung für das Thema mitgetragen habe und dann auch sehr professionell wieder heraus war. Warum es mich persönlich umtreibt? Ja, man könnte jetzt sagen, klar habe ich mindestens auch mal ein Vielfaltsmerkmal auf den Sitzen. Ich bin eine Frau. Finde ich immer noch ironisch zu sagen mit dem Geschlecht Weiblichkeit ist man vielfältig. Wobei wir ja statistisch einfach erst mal 50 % der Gesamtgesellschaft ausmachen. Trotzdem im Beruflichen und dann eben auch. Wenn wir ganz schnell die Karriereleiter immer weiter voran klettern, werden Frauen plötzlich dann doch zur Minderheit. Also und dann bist du selber ein Vielfaltskriterium und dann auch alle Vielfalt gezogen, die du nicht siehst, Wenn du mich jetzt entweder nur hörst oder wenn du mich nur anguckst. Ja, ich bin eine weiße Frau.

Sprecher 2

Ja, das heißt, ich hatte eigentlich nie, wenn überhaupt, wirklich gern mal eine Diskriminierung oder eine Situation, die auf meine Nationalität zurückzuführen ist. Gleichzeitig Angst, dass Menschen mich betrachten. Das ist der Name Lisa. Nicht ganz geläufig im deutschsprachigen Raum. Auch da wurde ich auch als Jugendlicher, aber auch im Erwachsenenalter mal angesprochen. Wo kommst du eigentlich her? Wo kommt das eigentlich her? Ja. Obwohl, rein optisch passe ich ja rein. In dem Sinne ja. Aber wenn es dann vorstelle, dann kommt immer erst mal so ein komischer Name. Wo kommt der her? Wo bist du geboren? Wo kommen deine Eltern her? Also diese. Diese Mechanismus. Fängt man viel an, dann bin sehr früh Mutter geworden. Das sieht man jetzt auch per se erst mal nicht an. Gleichzeitig habe ich über meine 20 Jahre, die ich im beruflichen Leben bin, immer meine kleine Tochter, mittlerweile große Tochter mit dabei gehabt. Ja, also das sind ja dann auch Dimensionen. Dann kommt es hin. Also als berufstätiger Elternteil alleinerziehend.

Sprecher 2

Wie machst du das? Willst du da bist du eine Rabenmutter, bist eine Powermutter. Bist du keine Mutter? Wer kümmert sich um das Kind? Kannst du überhaupt den Job erfüllen? Das heißt im Laufe meiner persönlichen Entwicklung auch so viele Situationen gekommen, wo ich gemerkt habe Vielfalt, Auch wenn du auf den ersten Blick nicht dazugehörst. Und du hast so, so schön gesagt Wohin geht uns alle an? Ich will noch einen Schritt weiter gehen und sagen wir mal ganz genau hingucken und ehrlich mit uns selber sind. Da sind wir alle ganz schön vielfältig. Ganz egal, in welchem Alter wir sind, in welchem Geschlecht wir sind, in welchem Hintergrundwissen denn tiefer reingehen. Und wenn wir das ganze Spektrum aufmachen, dann sind da so viele Drogen. Ich bin heute nicht mehr eine berufstätige Mutter, ich bin eine Mutter und ich bin berufstätig. Aber ich bin auch mittlerweile eine berufstätige Tochter, hat Pflegeauftrag, wie man eine Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist und die viele Sachen nicht mehr selber machen kann, auch ein Thema, wo wir wieder eine ganz neue Dimension reinkommt und wie natürlich auch unmittelbar Einfluss hat auf den Alltag und auf dann auf dein Leben.

Sprecher 1

Jetzt im Moment unser Podcast nur hört und nicht sieht. Bei Lisa steht im Hintergrund Jürgen Uniqueness Our Strength. Weil das ist ja wirklich eine Symbolkraft, wie ich finde. Auch wenn das nur vier vermeintlich kleine Wörterchen sind. Das hat ja enorme Power. Genau das, was du gerade ausdrückst. Vielfalt ist wirklich die Unique eines jeden Individuums. Das hat viel Kraft.

Sprecher 2

Ja, ganz genau. Ja. Und in dem Zusammenhang natürlich von meinem Arbeitgeber an der Stelle da hinten. Und.

Sprecher 1

Das darfst du auch länger erwähnen. Du darfst auch nochmal deine Rolle dort sagen. Und welches globales Team du betreust, das kenne auch.

Sprecher 2

Also ich habe das Vergnügen wirklich muss ich sagen, seit gut dreieinhalb Jahren das finanziell primäre Thema Talent Acquisition in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika zu verantworten. Auch ja eine sehr vielfältige Region, jedenfalls Südländer, verschiedenste Sprachen, verschiedenste Religionen. Ich habe ein großes Team über die ganze Region verteilt, also ungefähr 50 Personen, die in zwölf Ländern 17, das heißt da auch schon mal die Vielfalt in den Frieden damit reinkommt, ist wirklich toll und lehrt mich auch sehr viel. Nee, also einfach Stichwort finde mal Termine, die allen passen, das nicht über was nicht irgendwo ein Feiertag ist, dass die Zeitverschiebung noch hinpassen, das sind irgendwo dann noch einer, noch einer Wochen Verschiebung ist mit meinem Team in Ägypten. Da haben wir eine Tür Freitags Kanidings, dafür sind die Sonntags schon wieder mit Emails dabei, wo du dich dann auch zurückhalten musst nicht darauf zu antworten, weil deine Woche fängt Montag an usw also auf diese. Dieses Hinhören, Hinschauen, Rücksicht nehmen in dem Team ist per se gegeben. Na ja, und jetzt eben bei Siemens Healthineers wird nicht nur durch die Rekrutierungstätigkeit und dass wir in so vielen Ländern so viele unterschiedliche Menschen für.

Sprecher 1

Unser.

Sprecher 2

Unternehmen begeistern, sondern auch als Unternehmen selber. Wir haben mittlerweile knapp 77.000 Mitarbeitende weltweit und seit gut drei Jahren ist ein sehr großer Schwerpunkt auf dem Thema Vielfalt gewachsen. Natürlich haben wir auch davor schon verschiedene Initiativen gemacht und wir haben uns auch in der Nachhaltigkeit dazu selbst verpflichtet, bestimmte bestimmte Vielfaltsthemen natürlich auch zu fördern. Aber diese auch aus Georgien, aus Köln. Das kam im letzten Jahr ganz bewusst dazu. Weil, als ich gestartet bin vor dreieinhalb Jahren, hatten wir eine zweiwöchentliche Mitarbeitendenbefragung.

Sprecher 1

Und das und.

Sprecher 2

Das war für mich, das war für mich erst mal so ein Riesen Okay, ich kenne das, das macht man eigentlich einmal im Jahr oder vielleicht zweimal im Jahr, dass die Mitarbeitenden gefragt werden Wie geht's dir? Wie findest du das? Ähm, ja.

Sprecher 1

Oder wenn er Glück hat.

Sprecher 2

Aber ja. Und wenn er Glück hat, ist. Als Führungskraft hast du vielleicht alle fünf Jahre mal ein 360 Grad Feedback gekriegt und so ein bisschen Feedback zu erhalten. Und dann kam ich hierher und dann alle 14 Tage in meine Inbox. Hey, deine Meinung ist richtig. Gib uns Bescheid. Wie fühlst du dich? Wie findest du das? Und nicht nur zum Thema künstlichen Arbeitgeber, sondern auch Verstehst du die Strategie? Ich finde es gut, was wir machen. Würdest du uns empfehlen? Man wird deine Führungskraft hier dabei zu verstehen, worum es geht. Fühlst du dich als Person wahrgenommen? Hast du das Gefühl, dass wir diskriminieren oder nicht? Ja, und nicht nur quantitativ, sondern auch alles immer Qualitäten. Und ich fand es dann auch ein bisschen viel alle 14 Tage. Das wurde dann auch entschieden. Wir machen es jetzt einmal im Monat, finde ich immer noch richtig viel.

Sprecher 1

Wirklich sehr.

Sprecher 2

Kontinuierlich. Und dann ist erstmal eine ganze Menge Rückmeldung gekommen, um zu gucken, was sind denn die Themen? Und dann kam der Moment, wo gesagt wurde Da gucken wir uns mal unsere eigene Demografie an im Unternehmen. Wir sind ein Medizintechnikkonzern, ja, ein sehr etablierter Medizintechnik. Ja, und wenn du dir anguckst, dann ist der eher durchschnittliche Mitarbeitende in den USA, ist männlich, weiß zwischen 45 und 55 und wahrscheinlich in Deutschland oder in Deutschland geboren oder in Nordamerika geboren oder ansässig. Das heißt, das ist so der durchschnittliche Mitarbeitende. Und wenn wir jetzt hingehen und sagen ja, okay, diese durch dieser Durchschnitt noch mindestens 50 % aus, die dir dann die Ergebnisse anguckt und sagst du zu 50 % sind die Leute zufrieden, dann stellst du dir ganz berechtigt die Frage Sind das alle gleichen Gleichförmigen, gleichdenkenden, gleich hintergründigen Menschen, die alle das Gleiche sagen. Oder ist das bunt gemischt durch eben diese Linken in den Zonen? Und dann wurde im letzten Jahr hinzu zu diesem Fragebogen, zu dieser Mitarbeitendenbefragung eine Selbstevaluation gesetzt, in dem du eben deine Vielfalt skriterien anonym angegeben hast.

Sprecher 2

Also bist du. Hey, Pflege leisten. Bist du mit einer körperlichen Einschränkung, bist du in einer bestimmten Altersgruppe und wie ist dein Geschlecht oder deine geschlechtliche Selbstzuschreibung? Um dann jetzt mit dem nächsten Schritten Ergebnissen noch mal anders zu filtern und zu sagen okay, ich stimme zu, aber wer sind denn diese 80 %, die aus einer Dimension sind?

Sprecher 1

Alle die Vielfalt kommen sehen und aus welcher?

Sprecher 2

Und dann kannst du nämlich wirklich die Rückmeldung angucken. Dann können sie sagen wo haben wir denn die Themen? Und dann haben wir Erkenntnisse geschaffen, eben Schattengarten schaffen Erkenntnisse ganz, ganz wichtig auch in dem Thema Vielfalt. Und da konnten wir dann herausgehen. Ja, wir haben Themen in uns. Also Menschen in Deutschland mit einem internationalen Hintergrund fühlen sich nicht immer so gewogen wie Menschen mit einem deutschen Hintergrund. Das heißt, wir haben hier ein Thema und was haben wir dann gemacht? Immer mit Themen identifiziert, haben Kokos Gruppen gebildet. Und das kommt dann nämlich zu meinem Top Tipp, wenn es zum Thema Vielfalt geht. Rede nicht über die Menschen reden, mit den Menschen nur in Fokusgruppen gebildet und wirklich mit den Menschen, die sich dieser Dimension selber zuordnen. Konkret gesprochen Was ist es denn genau, was dich zu dieser Rückmeldung geht? Was beobachtest du? Nimmst die Sachen wahr? Was passiert dir, was mir vielleicht nie passiert? Ja, und weil ich selber erlebe, kann ich es natürlich auch nicht verstehen. Ja, also Wir hatten es gerade eben gewagt.

Sprecher 2

Ja, ich. Ich sehe sehr dazugehörig aus. Ja. Wenn ich in einem öffentlichen Verkehrsmittel fahre, setzen sich Leute nicht weg von mir oder meiden den freien Platz neben mir.

Sprecher 1

Da ist so.

Sprecher 2

Was nicht okay.

Sprecher 1

Jetzt wohl nicht sagen, junge Frau.

Sprecher 2

An.

Sprecher 1

Eine mittelalte Dame. Da kann man sich ja nicht daneben setzen, oder? Wenn die sich dazu setzt, dann ist das kein Thema.

Sprecher 2

Es geht verschiedenen anderen Menschen missbraucht, Ja. Wir erleben Ausgrenzung im Alltag. Und zwar kleine Sachen. Menschen wechseln die Straßenseite. Menschen halten dir nicht die Tür auf. Menschen fangen an, in gebrochenem Deutsch mit dir zu sprechen oder gar nicht auf Deutsch mit dir zu sprechen, sondern sofort Englisch, weil sie denken, dass du das fragen kannst. Usw. Das heißt also, diese Kleinen.

Sprecher 1

In der Fachsprache.

Sprecher 2

Nennt sowas dann Mikroaggressionen. Treppen immer wieder ein.

Sprecher 1

Und du als nicht.

Sprecher 2

Betroffene Person nimmst die überhaupt nicht wahr? Weißt du, geht da ganz normal ist und und an den Stellen wo arbeitet und das ist dann auch so wichtig. Wenn du jetzt zum Thema sprechen, wie schaffst du es als internationaler Konzern deine internationale Belegschaft auch emotional abzuholen und Zugehörigkeit zu erschaffen? Ja, und da muss ich sagen, ist unfassbar viel entstanden aus diesen Fokusgruppen heraus, wo dann auch gesehen. Wir brauchen von und für Mitarbeitende organisierte Communities innerhalb des Unternehmens. Man kennt natürlich, sage ich mal, die die Tricommunity sicherlich in den meisten Unternehmungen eine der etabliertesten. Viele Unternehmen haben auch Frauengruppen. Also female Engagement oder Bei uns heißt es step up. Das sind meistens so die beiden recht etablierten Community. Wir haben mittlerweile, ich glaube in Deutschland, in Europa 14 verschiedene Mitarbeitende, Getriebene an Jaings, Employee, Source Groups mitarbeitenden Gruppen. Und da geht es. Wir haben eine Gruppe zum Thema Menschen mit Behinderung. Ja, körperliche, sichtbare und unsichtbare. Wir haben eine Gruppe Väter, nicht nur Mütter im Unternehmen, sondern auch unsere Dates, die sich auch regelmäßig zusammensetzen und sagen Hey, auch als berufstätiger Vater hast du Themen.

Sprecher 2

Und wir haben eine Gruppe. Jetzt Next Generation. Ja, also die Menschen, die nicht schon seit 20 Jahren im Unternehmen sind, sondern die jetzt die viel Energie reinwanken, die vielleicht ihre ersten zwei, drei Jahre Berufserfahrung haben und und hungrig sind, aber deren Welt auch anders ist. Ja, sogar diese Arbeit Lebensqualität wie vor 30 Jahren ist heute einfach nicht mehr gegeben, da eine Fokusgruppe. Dann haben wir. Man muss ja fast fragen wo habt ihr keine Farbe? Keine. Also ihr habt regelmäßig Mitarbeitende befragt, Ihr habt die Daten zusammengefasst, ihr habt die Dimension gebildet, ihr habt Fokusgruppen auf das gesetzt, was aus der Mitarbeiterbelegschaft kam. In keinster Form top down. Und wie ich raushöre, wächst es ja durch die Mitarbeitenden in den Fokusgruppen, also auch wieder von innen oder mit dem Team heraus. Soll das da auf eine Reise gehen? Also es ist hoffentlich eine Blaupause für viele Unternehmen, darüber auch mal in ähnlicher Form nachzudenken. Weil ich habe ehrlicherweise gerade auch an Firmen gedacht, die vielleicht nicht die Größe wie ihr habt oder auch noch gar nicht diese Internationalität, sondern eher an den Mittelstand in Deutschland gedacht, wo womöglich 95 % der Mitarbeitenden gänzlich aus Deutschland stammen und dann ein gewisser Anteil mit interkulturellem Hintergrund oder anderen Dimensionen der Vielfalt.

Sprecher 2

Wie darf ich das richtig sagen? Dann ist das noch exotischer und und und. Noch mehr glaube ich manchmal ein Zeichen von wie schwierig ist da wirklich Integration und Inklusion? Ja.

Sprecher 3

Da sprichst du einen ganz klaren Punkt an Natürlich haben wir jetzt einfach eine Größe und auch eine Grundpopulation, die das alles unterstützt. Das heißt, du findest hier mit Streikende ja natürlich auch jetzt in der in der Ratio, so dass du jetzt wirklich jede dieser Edits mit tausenden von Mitgliedern hast das Leben haben. Aber du findest, du findet Leute in ähnlichen Situationen und wir haben auch irgendwie am Standort Deutschland in Erlangen vier oder fünf Transgenderpersonen, die das auch kommunizieren und die einen da auch Hilfestellung geben. Das Glück hast du jetzt natürlich nicht in dem, in dem 20, 40, auch 80 oder 100 Personen Mittelstand das dann vielleicht eine Person, die nicht in Deutschland geboren ist, wie du sagst du hast. Du hast eine offen homosexuelle Person. Ja und? Und der Punkt ist, wenn du alleine bist, da musst du dann unfassbar als. Als Organisation unterstützen, weil du dann natürlich niemanden hast, hilft dir. Vereinfacht Gruppendynamische Prozesse sind immer einfacher, wenn du die erste mutige Person hast, die anfängt, aber die zweite die Early Joyners, Early Adopters, die sind wichtig, um diese Identität auch wieder zu bilden.

Sprecher 3

Wenn du das Gefühl hast, ist das eine wahnsinnige Herausforderung und da ist in meinen Augen dann Noch mehr gefragt. Wahrscheinlich sogar auch ein Stück weit Unterstützung von außen. Oder sehr bewusst diese Perspektivwechsel setzen? Ja, und da kann ich dir sagen, das ist auch nicht einfach bei uns gegeben. Ja, ich habe zwei Jahre damit verbracht, durch die Fachbereiche mittels wie eine Roadshow zu tingeln und das Thema Perspektivwechsel und Privilegien erstmal ins Bewusstsein zu schaffen. Dass du überhaupt erst mal verstehst Es gibt eine Welt, die ist anders als meine eigene. Also erst mal musst du. Erst mal musst du diesen intellektuellen Sprung machen. Ja, erstmal musst du sagen, das weiß ich. 24 Stunden erlebe ist nicht die Realität. Du per se erst mal jede andere Person genau gleich erlebt. Ja, fertig erstmal. Erstmal musst du das intellektuell schaffen und dann musst du das emotional schaffen, dich davon zu lösen und nicht zu sagen, das eine ist besser oder schlechter? Ja, oder anders. Das ist normal und das ist anders. Sondern einfach emotional zu wagen.

Sprecher 3

Das ist real. Und das ist nicht nur intellektuell, sondern es fühlt sich auch an wie Text. Und was macht das mit mir als Mensch? Und dann? Wenn du den dritten Schritt machen möchtest, dann ist es für mich ein möglichst nahes Erleben oder Nachempfinden. Und das geht maximal auf zwei Wegen. Wenn du es nicht. Wenn du es nicht selber hast oder wenn du selber einer vielfältigen Gruppe angehörst, dann geht es über den direkten Austausch mit Menschen, die dir aus ihrer eigenen Erfahrung ein Leben frei geben können. Ja, und das ist ganz, ganz wichtig einfach zuzuhören und zuzulassen und auch nicht zu sagen Nee, das glaube ich jetzt nicht, weil kenne ich ja nicht. Ja, kann ich oder kann ich mir gar nicht vorstellen, dass das passiert? Warum sollte das denn jemand machen? Ja, da auch wieder zurücknehmen und sagen Oh, okay, du erlebst das so, das ist dein, das ist deine Realität, die ist genauso wahr, meine Realität. Oder der zweite Punkt Und da gibt es mittlerweile immer mehr Angebote, auch von betroffenen Communities, zum Beispiel die Lebenshilfe.

Sprecher 3

Organisationen oder die, die machen, machen heute in vielen Städten solche Erlebnispfade mit Menschen, zum Beispiel mit Behinderung. Dass die dann wirklich mal vielleicht ja. Marburg Schönes Beispiel Marburg, die Stadt der Blinden. Ja, ich habe in Marburg studiert. In Marburg ist sind blinde und seheingeschränkte Menschen komplett im Stadtbild integriert, die sich unglaublich oft. Ach ja, und die haben eine Studienorganisation, Studieneinrichtungen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Marburg. Und damit zieht das natürlich viele Menschen an, das heißt, sie haben eine große Linie, die da und da kannst du zum Beispiel tolle Erlebnisse, Projekte oder Buildings machen und sagen Hey, wir wollen mal als sehende Menschen in die Welt, nicht weniger Menschen eintauchen. Das heißt wirklich fragen wie funktioniert dieser Blindenstock? Ja, mir selber mal die Sehkraft künstlich nehmen, um mal zu fühlen, wie das ist. Ja, oder mal an einer Schreibmaschine oder einem Computer zu sitzen. Wie kann ich gehen? Also, da gehst du auf die Beine, wie wir sehende Menschen Tastatures haben, sondern eine Tastatur haben, die mit drei Schritten da ist.

Sprecher 3

Woran liegt das? Von deinen Fingern abverlangt Zu sehen? Kann ich das? Ja, was muss ich denn machen, um mit meinen Fingern meine Sehkraft Und so kannst du das natürlich in ganz vielen anderen Dimensionen auch machen, um in eine Lebenswelt einzutauchen, um wenigstens mal so einen Druck zu.

Sprecher 2

Spüren.

Sprecher 3

Von dem Interlektuellen und dem Emotionalen wirklich zu fühlen. Jetzt sagen Sie OOB ist anders als das, was ich von habe. Und dann besteht es aus meiner Perspektive die Hoffnung, dass dann so ein bisschen ein Licht aufgeht und sagt Hm, vielleicht denke ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr drüber nach. Wenn nicht, dann, wenn ich Dinge sage, wenn ich Dinge mache, Dinge mache oder oder oder sage oder für selbstverständlich, weil es für mich selbstverständlich ist.

Sprecher 2

Was ich gerade noch dachte, als du das so aufgefächert hast. Kognitiv, emotional Erlebnis. Ich glaube, da Schritt vielleicht sogar noch davor, wäre überhaupt die Offenheit, sich mit dem Thema natürlich anzunehmen und mir dafür auch Zeit einzuräumen. Ich muss gerade gestehen, ich denke an meine 15 Jahre Beratungsgeschichte. Da waren alle doch immer schon ziemlich getrimmt. Auf, nach vorne, nach vorne und genau eben nicht gut zuhören und auch andere Menschen, denen wirklich Raum zu geben und sich. Ach ja, Punkt, Punkt, Punkt. Ähm und und da fängt es eben auch schon an, plustert die eigene Welt. Die dann noch anzugehen ist, kognitiv und emotional, wie du sagst. Und vor allem, wenn man diese Erfahrung, glaube ich, macht so einen Perspektivwechsel auch andere Menschen natürlich auch als gleichwertig wertvoll zu sehen. Anders ist ja genau eben weder besser noch schlechter. Es ist anders und wir nicht in so Wertungen verfallen. Also das merke ich ja auch immer viel im Recruiting. Man sucht weiterhin die eierlegende Wollmilchsau und dann kommt so ja gut, wenn die Deutschkenntnisse nicht ganz so na gut, machen wir einen Abstrich oder eigentlich wollen wir aus Deutschland.

Sprecher 2

Jetzt ist da ein toller Kandidat aus der Türkei. Ja gut. Also, wenn's sein muss. Ähm, nee, Warum? Warum haben wir da überhaupt so Wertungstöne drin?

Sprecher 3

Ja, eben nicht dem Zufall überlassen oder der Location, sondern das Ganze irgendwie auch gesteuert mit Erwartungen. Ja und? Und sich diesen Erlebniss öffnen. Also ich glaube, das ist so der der Weg gut beschreibt Und da gibt es einfach so viele Möglichkeiten auch für kleinere Unternehmen, sich zu überlegen. Und genau wie du sagst und ich meine das positive Momentum, würde ich es jetzt mal beschreiben, dass es fast keinen Weg daran vorbei gibt, sich mehr in die Vielfalt zu öffnen, ist natürlich der demografische Wandel, der existent ist. Jetzt kann man ketzerisch sagen Ja, guck dir den Arbeitsmarkt an, so viele Unternehmen setzen Menschen frei. Ja, das ist eine Momentaufnahme, die sehe ich auch gleichzeitig. Wenn wir jetzt mal wieder ganz hart auf Daten und Fakten zurückgehen, guck dir die Zahlen an, auch alles das an Menge, was jetzt freigesetzt wird, reicht trotzdem nicht aus. Das Geld, das da in den nächsten fünf Jahren rein anzahlmäßig auf uns zukommt, auszugleichen. Und jetzt müssen ein paar unserer Geschätzten Kolleginnen und Kollegen.

Sprecher 3

Mit der künstlichen Intelligenz mal ganz einfach sein. Theoretisch ist die künstliche Intelligenz wahrscheinlich so weit. Vieles zu übernehmen, aber sind hier sehr praktisch in der Lage, 80 % unserer Arbeitsabläufe in automatisierte Prozesse und KI zu geben. Ich sehe es noch und da und da gucke ich auch ganz selbstkritisch in unser Unternehmen, wie viele Sachen, die da theoretisch von erlebt werden könnten, immer noch sehr beständig von einer Person gemacht werden. Da wundert man sich. Und ich gehe da jetzt einfach mal davon aus, wir sind damit gemeint, diese Unternehmen umsonst.

Sprecher 2

Und auf der Welt.

Sprecher 3

MSG Ja, das heißt die die Technologisierung, die Automatisierung hat das jetzt noch nicht im Griff. Das heißt, wenn du als zukünftiges, erfolgreiches Unternehmen im Kleinen wie im Mittleren wie im großen Bestand haben möchtest, dann muß weggehen von einer einer punktgenauen Nische, in die du hereinguckst als deine Zielgruppe in der Rekrutierung. Und du musst dann wirklich mal auf die Skills zurückgehen und fragen Welche Fähigkeiten brauchen wir dort wirklich? Und genau gesagt sind die Sprachkenntnisse, Mieten, Deutsch in Wort und Schrift. Ist das wirklich das Knock out Kriterium oder kann da Google Translate helfen? Eben.

Sprecher 2

Reicht es, so wie technologische Software mittlerweile, um sich verständigen zu können oder man erlernt es eben noch oder was ja auch oft bei Sprachkenntnissen gar nicht so bekannt ist, sind so Sprachfähigkeitstests dann durchzuführen. Also wie fähig kognitiv ist jemand noch eine Sprache in einem gewissen Tempo nachzuholen, Dann investiere ich halt in sowas. Mal am Anfang zumindest die Menschen, wo wir glauben, es zahlt sich aus als immer nur natürlich Schotten runter. Nee, können wir nicht. Geht bei uns nicht. Ist bei uns im Unternehmen nicht möglich. Können vielleicht die großen Konzerne die vielen Ausreden zu finden?

Sprecher 3

Und präsentiert denn jedoch jede Person immer ständig vor großer Bühne und muss nicht mehr muttersprachliche unriechbar?

Sprecher 2

Nö, eins wollte ich ja unbedingt mit dir im Podcast mal ansprechen, weil da gab es eine ganz praktische Erfahrung, die ich ja im letzten Jahr mal hatte in einem Recruitingtraining musste die Zuhörenden kurz abholen. Ich habe einen Recruitingtraining gemacht mit einem Team aus HRlern und klassisch mein Recruitingtraining, Bewerbungsgespräche führen, Anforderungsanalyse, wie prüfe ich Skills usw Und dann kam eine Frage Ähm, du Sarah, ich hatte kürzlich das Erlebnis. Es saß jemand vor mir, wo ich einfach nicht sicher war. Ist das Mann? Ist das Frau? Äh, was sage ich jetzt? Spreche ich es an oder wie? Wie tut sich, sieht sich Und dann muss ich gestehen, war ich auch nicht so flott direkt in der eloquenten Antwort und habe lieber gesagt Oh lieber Mensch, guter Aspekt. Ich habe eine Person, die rufe ich direkt gleich an, das ist die leiser und dann werde ich gleich schlauer und melde mich zurück. Und dann war es ganz, ganz spannend, was du mir jetzt alles an Aspekten zurückgespielt hast. Ja, äh, die sagt du lieber selber nochmal.

Sprecher 2

Ich habe dir übrigens das gleiche. Matthias hat auch sogar mittlerweile eine Folie zu gebaut, die Pacman auch mit denen die ShowNotes. Wer das braucht, Weil es ist eben auch gar nicht so trivial zu beantworten, was da eigentlich alles nötig sein kann.

Sprecher 3

Ja, ja, und ich kann mich in dem Moment noch erinnern, Du hast mir eine Sprachnachricht geschickt und und dann war ich irgendwie auch so begeistert von der Frage, wie wichtig es ist. Eine richtig gute Frage. Und nein, die kannst du nicht in einem Satz Also es gibt auch eine, Du machst das und dann hast du das Thema abgehakt. Und ja, denn das hat das hat einen mehrschichtigen Ansatz. Es hat etwas Strukturelles, also wie du es im Prozess verankert. Aber es hat ganz viel mit Haltung zu tun. Und dann hast du eben diese verschiedenen Ansätze. Du kannst natürlich erst mal deine Haltung als Unternehmen hingehen und sagen Wenn wir alle duzen, dann haben wir gar kein Thema mehr, weil dann brauchen wir kein Herr und Frau. Dann müssen wir sagen Guten Tag, Sarah. Guten Tag. Lisa, wie geht's dir? Das hat null Pronomen, das hat das funktioniert? In jedem Geschlecht und in jeder geschlechtlichen Identifikation. Das heißt, mit diesem Schritt haben Sie das Thema komplett elegant und in der Organisationsstruktur lösen.

Sprecher 3

Dazu brauchst du aber die Haltung dazu. Und das macht und ich habe es selber schon in Unternehmen, auch großen Unternehmen gearbeitet, wo wir duzen, siezen. Also was immer ich nachher und hier machen.

Sprecher 2

Genau extra.

Sprecher 3

Dazu und neben dem.

Sprecher 2

Duzen kommt noch ein Aspekt hinzu. Jetzt fällt es mir leicht, Hallo Sarah zu sagen, oder Lisa würde ich vielleicht kurz überlegen, wie es offiziell richtig ausspreche, aber jetzt gibt es vielleicht noch Namen, wo ich wirklich in Gänze nicht sauber weiß, wie ich sie ausspreche. Dann gibt es die eine Sorte Menschen, die das dann manchmal gänzlich umgeht, namentlich der Ansprache zu machen aus der Scheu Wie spreche ich den Namen aus? Oder ich frage einmal höflich Wie darf ich dich ansprechen?

Sprecher 3

Ganz genau. Und an der Stelle ist natürlich auch, wenn du in ein Gespräch reingehst und du jetzt gleich sagst okay, das Duzen ist nicht endlos, wir sind immer noch beim Sie. Überhaupt an eine geschlechtliche Zuordnung kannst du natürlich auch strukturiert in deiner eigenen Vorstellung machen und sagen. Ich freue mich sehr, dass wir heute da sind und sie als zweite Reform, sondern die als Anrede nach Mein Name ist Lisa Herbert. Meine Pronomen sind Sie und ihr. Das heißt, wenn du von dir aus die Vorstellung steuerst, wirst du natürlich das Gleiche sozusagen zurückbekommen. In dem, in dem du diesen Ton, bekommst du den Stuhl zurück. Das funktioniert natürlich auch gut. Jetzt gibt es habe ich.

Sprecher 2

Noch nie erlebt, aber es könnte mich ja auch mal in Erlebnis bringen, unabhängig vom Recruiting und Bewerben. Auch wenn man Geschäftspartner kennenlernen, Kunden kennenlernt. Das ist ja eigentlich gar nicht so Recruiting spezifisch möchte ich mal beobachten. Aber so wie du es beschreibst natürlich vollkommen richtig. So könntest du. Wo man es ja sieht schriftlich ist so in LinkedIn, wo die Pronomen zu teilen stehen. Ja, aber sonst kenne ich es im Alltag bisher weniger.

Sprecher 3

Es hat sich wenig durchgesetzt sagen also so im im Teams in deinem Profil gibt es vielleicht mal oder eben bei LinkedIn gibt es vielleicht mal wenig Leute nehmen es in unsere Signatur auch an? Also es ist wirklich so ein Thema und es kommt auch schon wieder zum nächsten Thema. Ich sehe und ich sehe immer wieder Studien, die auch sagen, gerade die nächste Generation, die das gar nicht mehr so wert ist. Ja, also die wollen lieber auch eine neutrale Anrede, weil dann ist doch auch egal, wer wie ist und es ist ja auch fluide. Und vielleicht gibt es auch Leute, die jetzt da sind und denen irgendwann was anderes empfinden. Also wozu überhaupt eine Anrede? Jetzt kennen wir die Systeme und natürlich auch die deutsche Bürokratie. Und ja, ja, entweder du bist männlich weiblich oder du bist divers. Ansonsten kann das System nicht verarbeiten, weil irgendein Kreuzchen muss gesetzt werden. Aber hier kannst du natürlich auch wieder durch Kommunikation und durch proaktiv Abstimmung des Themas kannst du auch wieder ein Cookie setzen. Also das kann auch Teil deines Branding scheint also in gerade Unternehmen, die sagen Hey, wir sind dynamisch, innovativ, wir sind ein Future Brand Ja dann setz dich mit dem Thema auseinander, weil du ansonsten Konkurrent bist in dem, was du nach außen steuern möchtest.

Sprecher 3

In denen wir den Kunden jetzt. Weil ein innovatives, zukunftsorientiertes Unternehmen, in denen immer noch wichtig ist, dass der dass das die Anrede und der Doktortitel in jeder Email vorhanden sind. Das bricht, das bricht mit der Wahrnehmung und der Erwartungshaltung. Das geht dann auch wieder. Ja, Junge oder vielleicht auch alte, dynamische Menschen für dich gewinnen, die sich dann nicht mehr identifizieren können. Sobald man mal reingekommen, sind ja diese mitarbeitenden Realität dann einfach in ihr Leben. Dann hast du auch Ideen wovon dann holst Dann holst du vielleicht ein und holst sie im zweiten beugen sich dann nicht aufgerufen Ja.

Sprecher 2

Ja, weil jeder Punkt. Also ich glaube, ich finde den Ansatz auch noch mal schön für die bewerbenden Kommunikation. Das kann ja bedeuten, auch sogar schriftlich, dass ich auf einer Website oder in den FAQ's von dem Recruitingprozess oder bei der Einladung zu Gesprächen noch mal das Thema Pronomen und Anrede aufgreife und zumindest es anbiete. Dem Menschen äußert dich gerne, wie ich dich ansprechen darf und den Menschen, denen das wichtig ist. Die kriegen dafür die Antennen oder das weiß nicht die die Aufmerksamkeit. Und Menschen, die sagen Ach du. Schwamm drüber. Halb so wild. Ja, gut. Lesen drüber hinweg. Ja, genau. Genau das braucht es bei dieser Frage gar nicht. Die eine Antwort mit der einen Person im Interview. Wie gehe ich jetzt mit der Person um? Weil vielen Menschen sehe ich das vielleicht auch nicht an. Die Frage entstand ja aus einem Konstrukt, wo man genau diese Diversität svermutung hatte. Aber das kann ja auch oft genau nicht der Fall sein.

Sprecher 3

Ganz genau. Und dann ist deine Zuschreibung wieder eine Mikroaggression, weil du so aussiehst. Frage Und dann kommen. Dann kommen dann auch immer wieder Leute zum Kirchgang und Fragen des Griffes fragen. Und zwar in den Ländern, in denen jede Person das fahren.

Sprecher 2

Genau.

Sprecher 3

Wenn du keine Unterscheidung mehr machst. Ich frage das nur weiblich gelesene Person. Ich frage das nur männlich gelehrige Person. Ich warte, dass nur Personen, die ich als junge Menschen lese oder nur welche, die auf alte Menschen gehen. Also sobald die Finanzierung rausfällt und du sagst ist einfach der STANDARD. Wir bieten es jeder Person an, wir nehmen das Thema mit jeder Person auf, dann wird Vielfalt zur Inklusion, weil du dann keine Unterscheidung mehr hast. Und wir haben.

Sprecher 2

Alle noch eine Arbeit. Sie haben immer zu mir, den ich gerade denke Ja und dann Und.

Sprecher 3

Und dann brauchst du auch nicht mehr darüber sprechen, weil dann ist es. Dann ist es rum.

Sprecher 2

Ja, aber das ist ja, das ist der Weg, den ihr gerade geht. Also da gucke ich auch ganz bemerkenswert mit zu. Aber es ist ein Großteil natürlich von Arbeitgeberattraktivität. Das hat ja auch dann noch mal fast schon ein Businesscase, auch neben der Vielfaltsförderung, die man möchte. Ich würde gerne, bevor wir gleich ins Ende gehen, eine Frage doch noch stellen wollen, die mich nämlich auch manchmal im Recruiting beschäftigt. Ähm, das ist jetzt sehr operativ, aber wenn ich die Expertin hier mal da habe und eine kurze Schwarmintelligenz. Angenommen, Unternehmen hat eine Position, wo man von vornherein so im Kopf hat, Mensch, die ginge auch wirklich gut für Menschen mit einer Beeinträchtigung, auch mit einer körperlichen Beeinträchtigung, in welcher Form auch immer oder mit einer gesundheitlichen Erkrankung. Also man will vielleicht eine Position bewusst den Menschen vielleicht eher zuspielen als den ja, wie drücke ich es richtig aus den eben ohne Beeinträchtigung um eher die Chancen jetzt mal auf die Menschen mit Beeinträchtigungen zu lenken? Ähm, ja. Könnte man das bewusst spielen in so einer Stellenanzeige oder gar nicht?

Sprecher 2

Natürlich eine platte Kampagne. Man muss das ja immer sehr ernst meinen und es dann auch wirklich wollen und können. Aber ja, was wären da so deine Schwarm Gedanken? Jetzt nur aufgrund dieser kurzen Skizzierung?

Sprecher 3

Ja, also zum einen in Deutschland ist es ja mehr als erlaubt, den Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung oder Gleichstellung sofort zu sterben im Prozess, denn das wird in Deutschland gerade für große Unternehmen haben wir da auch. Da haben wir sogar eine Quote drauf. Firmen ab einer bestimmten Größe absolut nicht. Nicht die Vielfalt fördern, in dem Sinne zahlen sogar. Möchte ich mal sagen. Bußgelder, also zahlen so der Zeit. Ein interessanter Ansatz ist, eine Stellenanzeige zu machen. Ich würde jetzt einfach mal challengen. Geht ihr denn dahin, wo diese Menschen zu finden sind, um ihnen diese Stellenanzeige schmackhaft zu machen? Es gibt an jeder Universität. In den meisten Fachbereichen gibt es Gleichstellungsbeauftragte und Referate, die sich umgehend mit körperlichen Einschränkungen besonders kümmern. Es gibt in jeder Agentur für Arbeit eine Sonderstelle, die die Gründung für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen stark macht und aktiv macht. Es gibt eine Karriereseite in Deutschland, die nennt sich Myability.

Sprecher 2

Die ist.

Sprecher 3

Myability. Die ist für Menschen mit Ability und Disability. Ja, und da ist die Zielgruppe schon gefördert. Das heißt dann meine Stelle nicht in den klassischen High Potential Kanal, sondern sage Hey, ich spiele meine Stellen dort aus. Ich. Ich gehe an Lebenshilfe Agentur für Arbeit. Die Vermittlungsstellen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die gezielt dorthin und bin dort präsent. Dann würde es nicht wundern, wenn ich keine Bewerbungen genau aus der Zielgruppe hier reinkommen würden.

Sprecher 2

Love it. Danke für den guten Tipp. Da packe ich das auch alles noch in die ShowNotes die Links, weil das ja jetzt wirklich ein sehr praktischer Tipp, wo die Zielgruppe sich aufhält und dann sich auch eingeladen fühlt und auch ermutigt fühlt, sich bewerben zu wollen und zu können. Ja.

Sprecher 3

Und das kannst du jetzt ganz viel doch alle Dimensionen machen. Es gibt für jede Karriere Portale für Teilfragen Mahlzeit. Menschen mit internationalen Hintergrund. Ja, ganz ganz tolle Karriere Bei mir Gerne auch noch den Link. Ja, also da sind so viele Angebote mittlerweile da. Man kann super lassen.

Sprecher 2

Ja. Danke. Ja. Schick mal schick mal, Wir machen eine längere Liste. Zum Ende hin schon. Und dann kommt die leise. Einfach dieses Jahr. Nächstes Jahr wieder zu anderen Teile der Akquisition. Themen. Gibt es denn für dich noch so ein Herzensthema? Ein Werbetipp? Noch ein kleines Schmankerl für die Zuhörenden zum Schluss.

Sprecher 3

Ja, also ich. Ich möchte gerne an der Stelle ganz große Werbung machen für ein Projekt, das mich im letzten Jahr, also von dem ich im letzten Jahr selber auch erst erfahren habe und ich das Glück hatte, zwei Tage komplett intensiv in diese Welt einzutauchen. Das sind die Special Olympics. Das sind sportliche Wettkämpfe im Sommer wie im Winter für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. Die gibt es in Landesorganisationen. Ich war bei den Special Olympics Bayern. Durfte ich zwei Tage Volunteeren mitmachen und dieses Eintauchen. Ja, also dieses Eintauchen in die Lebensrealität bin.

Sprecher 2

Also du hast deinen Perspektivwechsel auch noch mal gemacht, auch gemacht.

Sprecher 3

Und ich war mehr als beeindruckt und begeistert und war nicht nur eine schöne Erfahrung gebracht. Es hat mich so viel gelehrt, auf so vielen Ebenen, in so kurzer Zeit. Und die suchen immer Freiwillige in allen Teilen von Deutschland.

Sprecher 2

Und in was hast du da mitgeholfen? Also die ganze Organisation, den Ablauf, die Trainings, die Begleitung der Teilnehmer oder was anderes.

Sprecher 3

Es gibt verschiedene Sachen, es gibt verschiedene Sachen, die du machen kannst. Also wir hatten. Zum einen hatten wir eine kleine Sportgruppe bei uns in der Firma, wo wir einmal die Woche laufen Lauftraining haben wird die Gruppe sind ins Lauftraining mit Sportlerinnen und Sportlern, die eben mit körperlichen und geistigen Einschränkung dabei sind. Das heißt, wir machen einmal die Woche eine Stunde Sport zusammen. Das ist unglaublich schön ist. Und an diesen Events selber durfte ich zwei Tage die Medaillenzeremonie moderieren und habe habe dann jedes Jahr verkünden dürfen, welche tollen sportlichen Leistungen da vollbracht wurden und durfte dann ganz nah an den Athleten und Athletinnen dran sein. Habe viele, viele, viele Umarmungen gekriegt und lächeln und auch ein paar Tränchen. Manche wollten auch besser sein, als sie dann waren. Also der sportliche Ehrgeiz ist unfassbar hoch gewesen und die Leistung da abgeliefert wurden, waren mehr als gut.

Sprecher 2

Oh ja, jetzt will ich sie auch fast annehmen. Will tolle tolles Volunteering Erlebnis und danke für den Tipp, den hier zu teilen. Also ja, sollte man sich gönnen, diese Zeit mal raus und den Perspektivenwechsel wirklich zu erleben. Ich weiß das ja auch. Na ja, ich versuch's hier und da. Aber man muss gestehen, kann man doch auch wieder immer öfter machen. Aber ja, bei der Düsseldorfer Tafel mal zu wirken oder in den Schulen ja immer mal wieder den den Wechsel. Und danach mit einer anderen Form der Dankbarkeit natürlich zurück zu gehen und wieder Erdung und und nach vorne die Lern Erkenntnisse mitzunehmen. Jeden Tag ein Stück besser machen. Das ist wirklich Lebenscredo. Also herzlichen Dank. Leiser Mensch, Tolle runde Vielfalt. Vielen, vielen Dank Und du bleibst mein Telefonjoker in Crime. Ja, da kommt noch was. Und danke für deine Zeit. Danke an alle Zuhörenden. Und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir leise auf LinkedIn auch ebenso gerne mir, wenn jemand was brauchen puncto Recruiting und daher Danke für heute.

Sprecher 2

Bis dahin. Tschüss zusammen. Danke, Tschüss.

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