Interview mit Yasmin Kurzhals: Mentale Gesundheit im Recruiting, Lücken im CV und Ersthelfer Kurs

Shownotes

Stell dir vor, im Interview sitzt jemand vor dir mit einer Lücke im CV. Und du merkst: Da steckt vielleicht mehr dahinter als „Auszeit“. Genau darüber spreche ich mit Yasmin Kurzhals – und warum mentale Gesundheit im Recruiting und im Unternehmen nicht „nice to have“ ist, sondern richtig relevant.

Diese Folge ist für dich, wenn du Recruiter:in, Talent Acquisition Manager, Personalreferent:in, HR Business Partner bist – oder als Head of Recruiting, Head of Talent Acquisition oder Personalleitung Verantwortung trägst. Wir gehen in Zahlen rein (mehr als jede:r 4. ist innerhalb eines Jahres betroffen) und in die Praxis: Was können Unternehmen konkret tun? Welche Rolle spielt Leadership wirklich? Und wie erkennst du als Führungskraft oder HR früh, dass etwas nicht stimmt?

Yasmin teilt Beispiele aus ihrer HR-Management-Erfahrung, spricht über Programme wie EAP, Stress-Management, niedrigschwellige Online-Angebote – und wir schauen auf Mental Health First Aid: Was du im Ersthelfer-Kurs lernst, wie er aufgebaut ist (6×2 Einheiten) und warum das im Alltag einen Unterschied machen kann.

Relevante Links Yasmin Kurzhals (LinkedIn): https://de.linkedin.com/in/dr-yasmin-kurzhals MHFA Kurs (Yasmin): https://www.mhfa-ersthelfer.de/de/ersthelferin/erwachsene/kurs-erwachsene/6337/

Buchtipp „Mental Health at Work“ (Nora Dietrich): https://www.amazon.de/Mental-Health-Work-verbrennen-bestm%C3%B6gliche/dp/3800675579

Franca Cerutti: https://franca-cerutti.de/ | ARD: https://www.ardmediathek.de/serie/familientherapie-mit-franca-cerutti/staffel-1/NjRhYTI2NzQtYzJiOS00OWMwLWI1MmMtM2RmMjVmMDBlOWRj/1

Hinweis: Die Untertitel der Video-Version werden KI-basiert erstellt und können vereinzelt Fehler enthalten. Vielen Dank für euer Verständnis.

Also, gerne Kopfhörer auf und los geht’s – lass uns Mitarbeiter gewinnen, die bleiben. 🍀🧩

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Transkript anzeigen

Sprecher 1

Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Mitarbeiter gewinnen. Die bleiben heute mit einer besonders attraktiven Stimme dank einer Erkältung. Aber wir ziehen es durch, weil die. Jasmin Kurzhals und ich haben diesen Podcast schon ein paar Tage vor und jetzt endlich zum neuen Jahr 2026 auch ja den Vorsatz nun in der Umsetzung. Und zwar geht es heute um ein ganz besonderes Thema mentale Gesundheit. Um das einzuordnen in einem Podcast, der ja eigentlich rund um Recruiting handelt. Warum reden wir jetzt über das Thema mentale Gesundheit? Aus meiner Sicht ehrlich gesagt zwei Aspekte Einmal ist es Teil von Arbeitgeberattraktivität oder sollte es vielmehr sein? Und ein anderer Aspekt und da will ich gleich dann rüber gehen in den Dialog mit dir. Jasmin ist Ich erlebe ganz, ganz viele Fachbereiche und Recruiter, die immer wieder natürlich in den Lebensläufen ja so gerne pieksen, was Lücken anbelangt. Hier eine Lücke, da eine Lücke, eine Lücke. Und dann wollen sie jegliche Erklärungen für kleine Päuschen. Und da mache ich zum Beispiel immer noch mal die Erinnerung. Achtung, liebe Menschen, Das können auch gesundheitlich bedingte Hintergründe sein, auch zum Beispiel mentale Gründe.

Sprecher 1

Da wird nicht jeder Kandidat das gleich offenlegen wollen. Zu sagen übrigens, das und das lag vielleicht vor, das zeigt man vielleicht nicht in aller Offenheit in einem Vorstellungsgespräch, ja. Von daher freue ich mich ja, dass du da bist. Ganz, ganz herzlich willkommen zum Podcast heute.

Sprecher 2

Ich freue mich auch. Liebe Sarah, danke für die Einladung.

Sprecher 1

Ja, sehr schön. Und wir sind ja beide in Düsseldorf. Sie auf der einen Seite, ich auf der anderen. Ähm. Nächstes Mal vielleicht Dann noch eine ganze Folge in Live live. Auch denkbar für die Menschen, die dich nicht kennen. Jasmin gib uns doch mal einen kurzen Abriss zu deiner Vita. Und vor allem natürlich, wie so der Faden für dich zustande kam in puncto mentale Gesundheit.

Sprecher 2

Ja, ich bin eigentlich jetzt mittlerweile seit 20 Jahren im Personalbereich tätig, also habe 2005 schon angefangen, zu dem Thema auch mich zu beschäftigen mit dem Thema Kompetenzentwicklung. Bin dann in die Wirtschaft gegangen, nachdem ich Psychologie und Promotion in Psychologie gemacht habe. Und ja, war jetzt die letzten 15 Jahre als Personalleiterin tätig. Also habe ganz viel zu den Themen Personalstrategie, Kulturentwicklung, Organisationsentwicklung, aber auch sehr viel operativ gearbeitet und bin. Vor zwei Jahren habe ich den Mental Health First Aid Kurs gemacht. Also es ist ein Erste Hilfe Kurs für psychische Gesundheit. Geht darum, wie, ja wie man Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind, wie man da erste Hilfe leisten kann, die ansprechen kann, Hilfsangebote zur Verfügung stellen kann und habe dann vor anderthalb Jahren auch die Trainerausbildung gemacht, also dass ich selber sozusagen diese Trainings auch durchführen kann.

Sprecher 1

Chapeau! Also. Toll, dass du das auch noch begleitend mit noch mal in deine Weiterentwicklung miteinbezogen hast. Mega! Und ich habe ja noch vor, mal ein Training bei dir teilzunehmen. Wir werden nachher auf jeden Fall über das Training noch ein bisschen ausführlicher berichten. Lass uns erst mal vielleicht in das Thema ein bisschen rein starten, weil es gibt sicherlich Menschen, die sagen Oh ne mentale Gesundheit, das ist doch weit weg. Das betrifft mich nicht oder In meinem Umfeld kenne ich niemanden. Aber wenn man mal in die Zahlen, Daten, Fakten, Welt in Deutschland schauen Hm, ich fürchte, ein bisschen was weiß ich ja schon durch dich. Wir werden uns erschrecken. Wenn wir uns doch da vielleicht mal ein bisschen mit.

Sprecher 2

Ja, ich kann ja gerne vielleicht auch mal so ein bisschen Hintergrundwissen dazu zur Verfügung stellen, weil ich glaube, bei dem Thema mentale Gesundheit ist häufig das Thema, dass das Wissen gar nicht so in der Gesellschaft da ist oder auch teilweise Mythen darüber bestehen, über bestimmte Erkrankungen, zum Beispiel Schizophrenie oder Psychosen. Gibt sehr viele Mythen. Also es ist so, dass jeder vierte. Jeder vierte. Erwachsene innerhalb eines Jahres einmal von so einer psychischen Erkrankung betroffen sein kann. Also da gibt es ganz klare Studien. Also knapp 28 % sind von. Ja, es kann ganz unterschiedliche Störungen sein. Es können auch mehrere Störungen zusammen auftreten. Und innerhalb eines Lebens sagt man also sogenannte Prävalenz, ist jeder zweite betroffen. Und es ist so, dass psychische Erkrankung multifaktoriell sind, also teilweise eine genetische Ursache haben können oder auch eine psychische, beispielsweise durch Erziehung, Kindheit oder Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Es kann aber auch sein, dass man beispielsweise durch einen Schicksalsschlag psychisch krank werden kann. Und das kann ja jeden treffen. Also dass man beispielsweise Opfer eines Anschlags wird oder vielleicht auch einen lieben Angehörigen verliert oder so und dadurch eine psychische Erkrankung rutscht, eine Depression oder so, das heißt, wenn jemand sagt das trifft mich nicht, das kann.

Sprecher 2

Also das kann jeden treffen. Ja, da möchte ich ganz klar sagen, das stimmt so nicht. Man kann natürlich im Bereich der Prävention sehr viel tun und auch im Bereich der Frühintervention. Das heißt, wenn ich erste Symptome merke, dass ich dann sehr schnell auch mir Hilfe suche. Ähm, genau. Aber wichtig ist also psychische Erkrankungen sind häufig. Das ist eine ganz klare Message, Ja. Und sie können auch jeden treffen.

Sprecher 1

Jeder Vierte innerhalb eines Kalenderjahres ist ja auch direkten Einfluss bei Arbeitgebern. Der Arbeitnehmer ist ja womöglich mehrere Tage krankgeschrieben oder nicht in der Leistungsfähigkeit möglich, ihre Tätigkeit auszuführen. Also da kommt ja spätestens eine Mitverantwortung, oder mit Brücke zum Arbeitgeber auch zu tragen.

Sprecher 2

Ja, definitiv. Also erstmal glaube ich, dass es halt sowieso eine gesellschaftliche Verantwortung ist, sich darum zu kümmern. Also dass man nicht sagen kann ja, mich betrifft das nicht, weil wenn du überlegst, jeden vierten betrifft es und da rede ich nur über die Erwachsenen. Nee, ich meine, über die Kinder haben wir jetzt noch gar nicht geredet. Und wir wissen, dass auch bei Kindern die psychischen Erkrankungen zunehmen und häufiger auftreten. Genau. Aber natürlich auch Kann der Arbeitgeber was tun? Ich meine, es ist auch ein, ehrlich gesagt auch ein Business Case für Unternehmen, weil wir wissen, dass psychische Erkrankungen die Erkrankungen sind, die, wo man die höchsten Ausfalltage hat. Ja, es sind nicht die häufigsten psychisch, es sind nicht die häufigsten Erkrankungen. Wenn man jetzt körperlich und mental zusammennimmt, da ist es je nach Krankenkasse. Also die TK hat 2024 gesagt, an Platz zwei nach Atemwegserkrankungen. Die DHK sagt, bei ihnen ist es Platz drei, was sozusagen die Ausfalltage betrifft. Und im Durchschnitt dauern eben die Erkrankung Stage oder Ausfalltage länger als bei anderen Erkrankungen.

Sprecher 2

Ja, weil es einfach schwerwiegender ist und weil es länger dauert, bis jemand wieder gesundet. Also man sagt, im Durchschnitt circa 28 bis 29 Tage sind die Ausfalltage. Wenn jemand wegen einer psychischen Erkrankung krank wird im Durchschnitt pro Jahr.

Sprecher 1

Oh, okay. Und jetzt in meinem Weltbild Man denkt dann vielleicht schnell an Erkrankungen wie eine Depression oder Burnout oder DysbAlance, aber es ist wahrscheinlich auch extremst facettenreich. Gibt es da Erkenntnisse, was die häufigsten Formen der Störung sind?

Sprecher 2

Ja, die häufigste psychische Störung ist tatsächlich die Angststörung, also noch vor der Depression. Und dann? Also Angststörungen sind auf Platz eins mit circa 16 16 % der deutschen Erwerbsbevölkerung leiden an Angststörungen, dann gefolgt von Depressionen. Und dann kommen ja Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit wie Alkohol, Medikamente etc. Und Angststörungen können auch sehr vielfältig sein. Also das kann beispielsweise bestimmte Objekte betreffen. Sagen wir mal bestimmte Tiere, Spinnenangst oder so, das kann aber auch beispielsweise eine generalisierte Angststörung sein, die sich auf viele Lebensbereiche auswirkt. Das heißt, jemand, der davon betroffen ist, hat Angst vor ganz vielen Sachen. Angst vielleicht seinen Job zu verlieren, Angst um die Kinder usw. Genau. Und da gibt es ganz ganz verschiedene unterschiedliche Störungen auch oder auch eine Panikstörung, dass jemand wiederholt Panikattacken hat, die sind oder.

Sprecher 1

Auch vielleicht Angst ehrlich gesagt vor einem Arbeitgeber kann dir leider auch passieren. Also dass ich vielleicht ein Arbeitsumfeld habe durch Leadership, Führungskraft, Druck, Stress ähm, äh, wir kennen glaube ich alles, auch Geschichten von schlechten Führungskräften. Da nimmst du ja mental auch enorm viel mit nach Hause womöglich. Und das kann auch zu weiteren Konstellationen führen, was dich stresst und dann mental erkrankt.

Sprecher 2

Die Ausfalltage haben sich in den letzten. Also wenn man jetzt so Datenerhebung rückwärts schaut, 25 Jahre, also von 2000 bis 2025, haben sich die Ausfalltage pro 100 Versicherte mehr als 150 % gesteigert. Das heißt, wir sind jetzt ungefähr bei um die 300 Krankheitstage pro 100 Versicherte. Und wenn man das jetzt mal 25 Jahre zurückrennt, da war es ungefähr die Hälfte. Ja, das heißt, man sieht das auch das Arbeitsumfeld sich verändert haben muss. Oder das. Warum dauert es jetzt länger? Oder warum sind die Ausfalltage länger? Das kommt auch durch die Arbeitswelt. Verdichtung.

Sprecher 1

Schnelligkeit. Dynamik. Führung.

Sprecher 2

Genau. Teilweise. Wir haben jetzt gerade wieder auch eine sehr herausfordernde Situation, weil Unternehmen Mitarbeitende entlassen. Das heißt, die Aufgaben werden dann wiederum auf andere Mitarbeitende übertragen. Da ist ein hoher Druck und wir erleben auch, dass Führung auch eine Rückwärtsrolle erlebt, sage ich mal. Ja, hin mehr wieder zu eher autoritären Führungsstilen, wo wir wissen, dass das jetzt nicht unbedingt die psychische Gesundheit fördert.

Sprecher 1

Also wenn du die Zahlen so aufwächst, merke ich gerade auch für mich. Mein Credo ist ja Mitarbeiter gewinnen, die bleiben und bei die bleiben möchte ich ja auch auf Retention einzahlen. Da sollte man eigentlich wirklich nahezu jedem Arbeitgeber viel, viel mehr noch mal einen Push geben. Sich hier fürsorglicher zu zeigen, das zum Thema zu machen und auch Teil von Leadership und Kultur zu machen. Das nehme ich mir jetzt selber vor, fürs neue Jahr mehr zu pushen, weil ich mache oft, ähm auch natürlich Empfehlungen zu Benefits bei Arbeitgebern. Wenn ich wirklich merke oh Gott, da dünn aufgestellt da, da gehen wir schon mal einen Schlenker. Aber ich bin jetzt nicht eine ausschließliche BenefitBeraterin oder gar Beraterin für mentale Gesundheit, aber da es ja doch in diesem Gesamtkosmos einzahlt, wie du sagst, Arbeitgeberattraktivität. Und es ist ein Business Case. Es ist nicht nur eine Frage von Ich kümmere mich ein bisschen, weil ich ein netter Mensch bin, sondern eigentlich aus Arbeitgebersicht habe ich hoffentlich beides das Herz am rechten Fleck und eine wirtschaftliche Brille.

Sprecher 1

Dass ich einen Vorteil auch daraus habe, mich mit zu engagieren. Wie können sich denn Unternehmen engagieren? Also wenn wir vielleicht jetzt auch nicht gleich so die Großkonzerne im Blick haben, sondern eher Mittelstand oder auch kleinere Organisationen. Was ist da aus deiner Sicht so eine kleine Werkzeugkiste an Empfehlungen?

Sprecher 2

Ich meine, wir haben ja eben schon über das Thema Führung geredet. Ich glaube, und da gibt es tatsächlich auch eine etwas größere Studie, die vor, ich glaube zwei Jahren rauskam. Die, die festgestellt hat, dass die Führungskraft einen größeren Einfluss auf die psychische Gesundheit hat als der Arzt oder Psychiater. Also wenn man sich das mal wenn.

Sprecher 1

Ich mich schon.

Sprecher 2

Das war schon eine recht große Stichprobe, die das zutage gefördert und ich glaube, jeder, der mal im Unternehmenskontext gearbeitet hat, weiß das auch, wie stark der Einfluss der direkten Führungskraft auf auf sozusagen auch mentales Wohlbefinden oder auch auch mentalen Stress usw hat. Ja, das heißt ich würde das wäre für mich so das Niedrigschwelligste und das muss oben anfangen. Ja, da muss eine Geschäftsführung auch einen Wunsch haben, dass das wichtig wird. Wie wird eigentlich bei uns im Unternehmen geführt? Ja, so, dass Mitarbeitende gesund bleiben. Und damit meine ich nicht das, dass wir nur Kuschelkurs machen und nicht auch mal auf ein Feedback gegeben wird. Aber die Art und Weise, wie Feedback gegeben wird, wie Aufgaben übertragen werden, wie auch beispielsweise Eigenverantwortung Autonomie ermöglicht wird. Es fängt ja schon an bei bei flexiblen Arbeitszeiten. Ja, wenn man. Du bist auch Mutter. Ja, ich auch. Welche Möglichkeiten geben wir Mitarbeitenden, auch ihr Leben zu gestalten mit der Arbeit? Ja, also es ist ganz viel Arbeitsgestaltung, aber eben auch Führung.

Sprecher 2

Und ich würde, ich glaube, das ist so wirklich der minimalste Punkt, die Führungskräfte darin zu schulen wie wie führe ich, dass ich selber gesund bleibe, aber auch meine Mitarbeitenden mental und körperlich gesund bleiben können. Das ist eins. Und dann gibt es natürlich ganz viel im Rahmen der Prävention. Beispielsweise gibt es da sehr gute Employee Assistance Programme, also Mitarbeiterunterstützungsprogramme wie Open Up oder Nello Health oder Fürstenberg Institute, die zum Beispiel anbieten, dass man sich da informiert. Das ist online gestützt über Webinare, Masterclasses, aber auch Gespräche mit Psychologen, die man frei hat. Das kommt an, je nachdem drauf an, welches Paket man gebucht hat. Aber wenn man merkt, mir geht es gar nicht gerade nicht gut oder ich habe zu Hause auch Stress, dann noch auf der Arbeit. Ich brauche jemanden, mit dem ich mich mitteilen kann. Kann man sich da dann mit Psychologen, die gut ausgebildet sind, teilweise sogar eine psychotherapeutische Ausbildung haben? Hat man fünf Gespräche frei? Ja und so also also solche Möglichkeiten. Employee Assistance Programme würde ich sehr empfehlen.

Sprecher 2

Da hat man auch eben diesen Bereich der Prävention drin und der Frühintervention. Also wenn bereits erste Symptome da sind. Aber dieses Thema Prävention, da gibt es auch viele Angebote von den Krankenkassen. Das würde ich dringend raten, dass ich vielleicht auch Personalabteilung mit der Krankenkasse vernetzt und auch mal fragt Was sind bei uns denn die häufigsten Ausfallraten? Ja. Weil die kriegen anonymisiert diese Daten von den Krankenkassen. Meistens hat man ja auch das zum Beispiel von den Beschäftigten sehr viele bei der TK sind oder DAK. Dann kann man schon ganz gut auch sehen, Was sind denn bei uns die häufigsten Ausfallursachen, also körperliche Erkrankungen oder psychische? Wie auch immer. Und dann Guter.

Sprecher 1

Punkt. Yasmine Ich wüsste mal gerne, wie viele das in Anspruch nehmen, mit ihrer Krankenkasse darüber zu reden. Ah, an Daten zu kommen, Analyse zu kommen. Ähm, also ich kann daraus Schlussfolgerungen ist eigentlich eigentlich einfacher, vermeintlich einfacher Ansatz, aber ich habe meine Zweifel in der Praxis, wie viele das machen. Aber jetzt mit dem Podcast, vielleicht kommt sie wieder in Schwung.

Sprecher 2

Also ich kenne tatsächlich einige, die eher so auch sehr datenorientiert sind, aber das würde ich immer raten, auch bei dem Thema Gesundheit mit Krankenstandsdaten. Also wir müssen auch gucken, wenn jetzt beispielsweise Menschen länger ausfallen, mehr als 30 Tage krank sind, macht man ein betriebliches Eingliederungsmanagement, das heißt, man spricht mit denen. Wie muss dein Arbeitsplatz zukünftig gestaltet sein? Aber da würde ich unbedingt zu raten, sich solche Daten zu erfragen. Von den Krankenkassen und Krankenkassen bieten auch, also gerade die größeren weiß ich. TK, DAK bieten auch an, manchmal so Gesundheitstage, dass die ins Unternehmen kommen, dass man sich informieren kann über Ernährung oder so, auch das sind Möglichkeiten und das ist teilweise sogar von den Krankenkassen entweder kostenlos angeboten oder halt man braucht jetzt da nicht so ein großes Budget. Ja.

Sprecher 1

Ja, du. Und selbst wenn ein gewisses Budget nötig ist, wissen wir ja wofür. Also da ist das Geld ja dann so oder so gut investiert eigentlich.

Sprecher 2

Man kann ja auch beispielsweise die Krankheitskosten ermitteln. Ja, Also, was kostet es uns? Kann man Ja. Durchschnittsmann nimmt das Gehalt aller Beschäftigten. Ja, und guckt das. Was kostet uns das, wenn ein Mitarbeiter pro Tag fehlt? Ja, das kann man ja ausrechnen, wenn man sich die Gehaltsdaten hat. Und dann weiß man ja, wenn im Durchschnitt so und so viel Krankheitstage pro Jahr auf die Firma fallen, dann kann ich mir ausrechnen, was kostet uns das pro Jahr und was? Wie kann ich das reduzieren? Also dieses Thema Krankenstand reduzieren, sowohl mental als auch körperlichen Krankenstand ist. Also es kann nicht jedem, jeder, auch HR Abteilung oder sogar jedem Unternehmen nur raten.

Sprecher 1

Toll und so Programme wie du sie gerade beispielhaft erwähnt hast. Also es gibt viele Anbieter, da muss man halt den richtigen für sich finden, für die jeweilige Unternehmens, Organisation und Kultur. Aber dann ist das im Grunde so wie eine Art Self Service. Mitarbeitende, die eben den Bedarf haben, können sich ein gewisses Angebot genießen. Vieles so im Online E Learning oder so Impuls Ansätze, aber wenn es möglich ist, sogar das wäre ja wirklich ein Benefit, mit einem wirklichen Beratungsangebot auch live mit Menschen zu sprechen. Und das ist ja wahrscheinlich enorm niederschwelliger, als wenn ich natürlich privat gänzlich allein mit dem Thema bin. Und je nachdem, wie ich womöglich auch privat gesattelt bin, fällt es mir schwerer, jemand zu mentaler Gesundheit anzusprechen oder auch leichter. Aber ich vermute, für viele ist das ja ein enorm schwerer Schritt, in diese Selbsterkenntnis erstmal zu kommen.

Sprecher 2

Definitiv. Also diese Gespräche mit Psychologen sind auch deswegen so gut. Im Bereich der Frühintervention und im Bereich der Frühintervention fällt ja auch Mental Health First. Das wäre eine gute Überleitung. Also wie kann man auch Kolleginnen und Kollegen und Führungskräfte ausbilden? Halt frühzeitig diese Gespräche zu führen mit Mitarbeitenden, die belastet sind. Ja, also ganz früh, bevor die Erkrankung sich chronifiziert hat. Aber diese Gespräche mit Psychologen, beispielsweise, wenn sie mit im Programm drin sind. Ich sage das dazu, dass das natürlich auch mit eins der teuersten Aspekte ist, die in diesem Programm sozusagen mit drin sein können als Baustein. Aber ich finde das sehr wertvoll. Ich habe selbst auch eingeführt, schon in Unternehmen. Genau. Und das ist wichtig, weil ja man nicht so einfach Zugang hat zu einem Psychotherapeuten und auch Psychologen. Ja, es gibt zwar Hausärzte, zu denen man gehen kann, die sind häufig, aber nicht so gut geschult. Und in der Regel wartet man im Durchschnitt in Deutschland circa 20 Wochen auf einen Therapieplatz. Ja, also wenn man jetzt merkt, ich habe erste Symptome und ich weiß nicht, was ich tun soll, dann kann ich.

Sprecher 1

Wochen Gottes Willen das halbe Jahr.

Sprecher 2

Bei Kindern dauert es noch länger, bei Kindern noch länger. Da dauert es 25 Wochen im Durchschnitt. Das sind natürlich Durchschnittswerte, das kann man schneller gehen. Es kann auch mal länger dauern. Und da muss man auch echt dranbleiben. Deswegen sind solche Angebote natürlich super, dass man sehr früh vielleicht auch schon hilft, weil das ist das was, was ich auch immer sage in meinen Kursen. Viele wissen gar nicht, welche Hilfsangebote es noch außer einem Psychotherapieplatz gibt. Ja, weil wenn ich weiß, ich brauche fünf Monate, dann kann ich ja vielleicht die Zeit auch nutzen, um sie zu überbrücken mit anderen Maßnahmen, die auch sehr gut und sehr wirksam sind.

Sprecher 1

Mhm, mhm. Also ich werde da wirklich selber jetzt aufmerksamer sein und werden. Weil wenn ich so zurückblicke, jetzt mache ich Recruitingberatungen mit Fahrplänen und Analysen. Seit vier Jahren und in den letzten vier Jahren hatte ich keinen einzigen Arbeitgeber. Und ich hatte viele tolle, auch große Arbeitgeber, die dieses Angebot überhaupt schon hatten.

Sprecher 2

Hm, okay, also.

Sprecher 1

Da ist Raum für mehr. Merke ich zumindest in meinem Kosmos.

Sprecher 2

Es wird schon auch mehr. Ich sehe auch, ich gucke mir die Anbieter auch an und vergleichen. Das habe ich auch selber gemacht. Als ich das eingeführt habe, habe ich dann auch viel verglichen. Habe ich schon das Gefühl, dass es mehr wird? Ja, Aber man muss halt sagen, das ist auch ein Budget, was man braucht. Nur wenn man sich die Krankheitstage im Bereich psychischer Erkrankung. Ich glaube, dass es sich für jedes Unternehmen sehr stark rechnen würde, da zu investieren. Und wir sind ja auch beim Thema Mitarbeiterbindung. Ich glaube eben, dass Mitarbeiter das auch sehr wertschätzen, so einen Benefit zu haben. Ja, weil auch die psychische Gesundheit. Ich glaube, früher haben die Menschen nicht so viel Wert darauf gelegt. Aber es wird heute wichtiger. Menschen achten mehr auf sich. Ja, auch durch, ähm, ja, durch mehr Berichte dazu in den Medien und auch Entstigmatisierung zu diesen Themen.

Sprecher 1

Also als Arbeitnehmerin würde ich es wie als ein Geschenk betrachten. Danke für diese Fürsorge. Also ich finde das einen guten, sehr wertvollen Aspekt. Gehen wir mal auf Dein Mentalprogramm. Ist ja ein sehr globales Konstrukt und du bist da. Wie nennt man es? Inkubatoren. Und selber Trainerin. Jetzt dieses Jahr.

Sprecher 2

Dass ich komme? Ja, genau.

Sprecher 1

Gut. Ja. Entschuldigung. Ja. Gib uns doch da noch mal! Du musst mehr sprechen als ich. Ich muss husten.

Sprecher 2

Mach ich gerne. Also, bei dem Training geht es darum, dass wir. Oder dass die Teilnehmerinnen in dem Kurs lernen, wie sie Erste Hilfe leisten können. Wenn sie merken. Oh je. Jemand zieht sich zurück, verändert sich, ähm, vielleicht auch. Wirkt niedergeschlagen, gedrückt. Vielleicht habe ich selbst schon erlebt als Kollegin und Kollege Führungskraft, dass jemand eine Panikattacke hat. Und wie verhalte ich mich dann? Also was kann ich tun, um ja für die Person da zu sein? Und das ist je nach psychischer Erkrankung, also bei einer Angststörung was anderes als bei Depression oder gar auch bei dem Thema Suizidalität. Ja, wenn jemand Suizidgedanken hat, dann führe ich natürlich, dann ist man in einer Krise. Ja, dann führe ich ein anderes Gespräch. Aber was können Menschen tun? Und ich sage mal so Insbesondere Führungskräfte, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz. Wenn ich merke, okay, jemand ist psychisch wirklich belastet, ja, und das ist sozusagen der Bereich der Frühintervention, wo schon erste Symptome da sind.

Sprecher 2

Also das ist nicht mehr Prävention. Wir tun alles dafür, damit du nicht krank bist, sondern es sind schon Symptome da. Und da wir wissen, dass es circa 5 bis 6 Jahre dauert, bis sich Menschen mit einer psychischen Erkrankung überhaupt Hilfe suchen, ist dieses. Es ist so wichtig, dass Menschen im Umfeld wahrnehmen okay, haben Symptome erkennen.

Sprecher 1

Sechs Jahre. Also du erwähnst ja viele Zahlen gerade das muss man sich ja wirklich erst mal vor Augen führen, was das bedeutet. 5 bis 6 Jahre versus Das führt dazu, dass wie du sagtest, ein Mensch bis zu fast einem Monat pro Jahr ausfällt aufgrund von mentaler Gesundheit. Okay.

Sprecher 2

Genau. Und? Und da üben wir halt. Also wir gehen die ich ich stelle Wissen zur Verfügung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Also wie Angststörungen, Depressionen, ähm, Substanzmissbrauch, Substanzabhängigkeit. Also Alkohol ist ein Riesenthema. Alkohol ist sozusagen die Substanz, die die insbesondere in Deutschland, aber auch europaweit. Aber da gibt es Länder, die das noch mehr sozusagen Restriktionen haben. Am häufigsten konsumiert wird und auch ja sehr negative, sozusagen auch Gesundheitsfolgen mit sich bringt. Und wir üben genau. Ich stelle Wissen zur Verfügung, auch eben über viele Zahlen. Wie häufig sind psychische Erkrankungen vertreten, also das, was wir eben schon besprochen haben? Warum ist überhaupt dieser Kurs so wichtig? Weil, was auch noch mal wichtig ist von diesen ganzen also ähm, ja, Erwerbs oder ja, von der deutschen Bevölkerung, die psychisch krank ist, suchen sich nur 20 % Hilfe. Das ist auch noch mal fünfte Ja, also auch sehr wenig. Die Kranken suchen sich überhaupt Hilfe aus vielen verschiedenen Gründen. Und darüber klären wir auf. Und wir lernen.

Sprecher 2

Oder ich vermittle ein Gesprächsformat. Das nennt sich Roger, was man anwenden kann, um sozusagen jemanden auch überhaupt das Gespräch zu suchen. Und wir wissen, dass das eben sehr wichtig ist, mit jemandem überhaupt in Dialog zu gehen. Und wir lernen, welche Hilfsangebote gibt es, die sehr umfassend sind. Ja, wir stellen auch Unterlagen zur Verfügung. Es gibt ein großes Handbuch, wo man auch noch mal die Erkrankung nachlesen kann. Auch welche Ursachen haben die Erkrankungen überhaupt? Wie kommt es überhaupt dazu? Und ja, das ist ein evidenzbasiertes Programm. Also es ist wissenschaftlich fundiert. Gibt es in mittlerweile über 30 Ländern, also ursprünglich mal 2000 in Australien entstanden als Konzept und dann 2019 nach nach Deutschland gekommen und wir bilden sozusagen Ersthelfer aus, so ähnlich wie körperliche Hilfe für psychische Erkrankungen.

Sprecher 1

Ja, okay. Ersthelfer? Immerhin Habe ich auch mal gemacht. Jetzt nicht im Kontext Mentale Gesundheit, aber Ersthelfer. Einmal damals im Arbeitgeberkontext und für den Führerschein brauchte ich das auch noch mal! Ah ja, und da dachte ich auch wieder, obwohl man schon ein paar Mal gemacht hat. In diesem Momentum, wie sehr man doch konfrontiert ist mit Überforderung, mit Blackout und oh Gott, wie mache ich es jetzt? Und in der Theorie? Ja, hat man ein gewisses Handwerk bekommen, aber auch das ist ja ein Thema. Solltest du ruhig regelmäßig öfter in deinem Leben mal machen. Ähm und begleitet einen ja eigentlich auch wirklich langfristiger, ne? Ja, wie ist denn da deine Erfahrung bei Arbeitgebern? Wo verankert man das eigentlich? Hast du schon gesagt? Natürlich bei den Führungskräften und Leadership. Aber wer ist auf der Arbeitgeberseite? Trotzdem so die Pushorganisation oder die Abteilung, die sagt So, wir bieten jetzt unseren Führungskräften mal wirklich so ein Training an so eine Weiterbildung an? Kommt ja leider nicht aus dem Recruiting.

Sprecher 2

Also ich würde sagen, hier ist häufig ein Treiber, dass auch Mitarbeitende, die ja häufig auch das mitbekommen, ja, weil Mitarbeitende ausfallen. Dann sehen Sie, okay, die sind oft krank, dann wird vielleicht auch mal ein Gespräch geführt. Aus HR heraus oder betriebliches Gesundheitsmanagement werden dann auch dieses betriebliche Eingliederungsmanagement, wenn Menschen lange abwesend sind, geführt. Und da erfährt man ja auch sehr viel. Oder Mitarbeitende teilen sich mit. Das heißt, meine Idee wäre Aha. Betriebliches Gesundheitsmanagement, manchmal auch Betriebs Betriebsräte können auch Initiatoren sein. Hatte ich auch schon in meinen Kursen drin, weil die auch häufig Mitarbeitende haben, die sich vertraulich an die wenden und die dann auch nicht wissen. Darum geht es ja, dass das viele einfach nicht wissen. Was kann ich denn mit jemandem oder wie kann ich so ein Gespräch führen? Empathisch, Wie kann ich. Welche Fragen kann ich stellen? Was kann ich sagen? Wie kann ich denen helfen? Und so? Ja, ich würde sagen, Führungskräfte sollten geschult sein, aber auch Herr selber.

Sprecher 2

Und auch. Es ist eigentlich auch wichtig für Kolleginnen und Kollegen. Also dass man vielleicht sagt, so in jedem Bereich hat man einen, der sich damit auskennt, der sollte schon breit gefächert sein. Ja, weil ja man sonst. Aber Führungskräfte, sage ich immer, haben natürlich auch einen großen Hebel, weil sie ihr Team gut kennen. Weil sie natürlich merken okay, wenn sich vielleicht auch Leistung verändert, also dass jemand nicht mehr so leistungsfähig ist, sich zurückzieht, häufig krankmeldet, ausfällt.

Sprecher 1

So die sollten am ehesten sehen absolut. An was ich gerade noch denken musste, ist eine persönliche Erfahrung. Die ist schon ultralange her. Wo du gerade meintest in puncto Alkohol ähm, das muss ich gerade zurückrechnen. Wahrscheinlich so echt 25 oder 26 Jahre her in einem Praktikum mal, da hatte ich jemanden kennengelernt. Das war ein Produktionsunternehmen und der war in dem Unternehmen Suchtberater. Und ich war da als Studierende wirklich so völlig geschockt, dass ein Unternehmen wirklich offiziell einen festangestellten Mitarbeiter hatte für Suchtberatung, für Alkohol. Ähm, und da hatte der mir auch damals eben Dinge erzählt wie Wir haben hier einen Getränkeautomat wirklich mit Alkohol im Unternehmen damals dann wohl eher auch Usus, lieber den Alkohol anzubieten, als sie in Gänze zu verstecken. Ähm, ja, aber in meiner Naivität damals dachte ich um Gottes Willen, sowas ist nötig in einem professionellen Arbeitsumfeld. Ja, aber ja. Und das war ein Erlebnis vor so viel Jahren.

Sprecher 2

Alkoholmissbrauch und Alkoholhäufigkeit kommt auch häufiger vor, als man denkt. Und es ist einfach. Ähm, ja. Also die WHO hat ja vor zwei Jahren auch ihre Empfehlungen angepasst, was Alkohol betrifft und hat gesagt, es gibt keinen risikoarmen Konsum von Alkohol. Das war vor vielen Jahren noch anders, hat man gesagt. Ach so 1/4 Glas Wein für Frauen. Und ich glaube, ich weiß jetzt nicht, wie viel es für Männer war, aber soundsoviel Gramm ist in Ordnung. Und, ähm, nein. Also wir sagen auch in den Kursen, ich weiß das also auch in meinen Kursen. Ich frage immer, wer trinkt keinen Alkohol? Die wenigsten melden sich dann oder dann meldet sich vielleicht mal eine Person. Aber ähm, genau. Wir sagen, ab dem ersten Tropfen ist Alkohol halt gesundheitsschädigend. Nee, es ist auch ein hohes, also ein Karzinogen. Ja, also ähm. Und Alkohol verursacht ich glaube mehr als 200 andere Erkrankungen mit. Ja. Herz Kreislauf System usw also. Genau. Also es kommt glaube ich häufiger vor, als man denkt.

Sprecher 2

Ja, und ich habe es auch schon im Unternehmenskontext erlebt, dass auch eine Kollegin betroffen war und ich aber damals noch gar nicht wusste, wie ich das ansprechen sollte oder so, aber auch das. Ja, das.

Sprecher 1

Kommt alles in dem Kurs. Gib uns doch mal ein bisschen Einblicke, Wenn man den Kurs bei dir besucht, wie viel Zeit sollte man da mitbringen? Wie findet das statt? Was ist so Anfang der Reise? Ende der Reise. Und dann packe ich das natürlich auch in die ShowNotes, weil wir wünschen uns, dass man sich anmeldet und meldet bei der lieben Jasmin.

Sprecher 2

Genau. Das sind sechs mal zwei Stunden. Wir starten in in dem. In den ersten zwei Stunden ist alles online. Also ich mache es online. Man kann es auch im Präsenzmachen. Hatte ich auch schon im Präsenz durchgeführt, wenn ich in Unternehmen reingehe. Das mache ich natürlich auch, aber also ich finde, es funktioniert auch gut online, dass ich erstmal überhaupt aufkläre. Wie häufig sind psychische Erkrankungen vertreten? Was sind die häufigsten psychischen Erkrankungen? Also erstmal so ein bisschen Wissen zur Verfügung stellen, Wo. Woher kommt das? Was sind die Ursachen? Und dann gehen wir auf verschiedene psychische Erkrankungen ein, wie zum Beispiel Angststörungen ist ein Baustein. Dann wieder zwei Stunden Depression ist zwei Stunden. Ähm, tatsächlich Psychosen. Machen wir auch, weil die gehören zwar nicht zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, aber es gibt sehr viele Mythen darüber. Ja, alle. Alle Psychotiker sind bekloppt oder sind gefährlich. Also da gibt es sehr viele Mythen drüber und dann machen wir eben noch Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit ist auch wieder ein Baustein. Also gegen Suizidalität machen wir auch.

Sprecher 2

Ist auch ganz wichtig, weil ähm, ja gerade im Bereich der Suizidalität ist wichtig ist sozusagen diese Erste Hilfe ja, dass man das verhindern kann.

Sprecher 1

Mhm. Mhm.

Sprecher 2

Ja, so hat man sechs mal zwei Bausteine. Insgesamt sind es zwölf Stunden.

Sprecher 1

Mhm.

Sprecher 2

Genau. Und das ist.

Sprecher 1

Somit über sechs Wochen verteilt. In etwa. Also, je nach Urlaubsphasen vielleicht.

Sprecher 2

Aber ne, tatsächlich, um die zwei Wochen. Ja, wir starten.

Sprecher 1

Schon ein bisschen durch.

Sprecher 2

Erstmal. Da gibt es eine Woche Pause, weil in dieser Zeit werden Handbuch und Workbook, ähm, verschickt und so und dann haben wir zwei Tage, wo wir sozusagen zwei mal zwei haben, also zwei mal zwei Stunden, aber mit einer Pause. Ich mache auch innerhalb des Online Trainings, was wichtig ist, auch immer zwei kurze fünf Minuten Pausen. Genauso, dass man das gut, also super gut mit der Arbeit vereinbaren kann. Ja, also anstatt jetzt zwei Tage. Manche finden das gut. Ich finde es auch gut in Präsenz zu machen, aber da ist man zwei Tage komplett raus und so kann man das gut auch mit der Arbeit vereinbaren.

Sprecher 1

Ne? Ja und eigentlich, wie du es beschreibst, finde ich es spannend. Für Führungskräfte, für Mitarbeitende, für Freunde, für für Bekannte. Eigentlich muss man sich fast fragen für wen Ist es nicht spannend?

Sprecher 2

Total. Also ich sage auch immer ja, Jeder kennt wahrscheinlich auch jemanden in der Familie, der betroffen ist. Und bei mir war das auch so und erst seit ich diese Kurse selber gemacht habe und auch sozusagen trainiere, habe ich viel mehr Wissen dazu und würde heute vieles auch anders machen.

Sprecher 1

Ganz anders.

Sprecher 2

Hellhörig deswegen auch wenn man Interesse hat. Freundinnen und Freunde zu unterstützen oder Familienangehörige. Dann ist es auch ein super wertvoller Kurs und es ist auch vom Invest übersichtlich. Also mein Kurs kostet 259 €, sage ich jetzt schon mal, weil viele denken vielleicht auch, das ist halt jetzt vielleicht auch super teuer ist das ist.

Sprecher 1

Es.

Sprecher 2

Nicht. Genau. Und ich glaube der Invest ist auch gut. Man bekommt auch ein Zertifikat. Nee, also.

Sprecher 1

Das mögen doch auch viele Menschen. Dann haben wir noch was für die Bewerbung. Noch was offizielles, Ne, wirklich gut. Also ich werde noch kommen. Jasmin Ich verspreche Und dann machen wir hier mit echt nochmal Werbung, dass es sich möglichst stark verbreitet. Das wünsche ich mir. Wie du sagtest, eine gesellschaftliche Verantwortung, aber natürlich auch eine arbeitgeberseitige Verantwortung hier sich zu engagieren. Ja, Richtung, Ende hin schon so langsam zeitlich. Jasmin Ähm, gibt es noch so spezielle Tipps, wo du sagst Oh, da gibt es ein tolles Buch oder ein Event oder ein Podcast, was auch immer. Wo du sagst, kann man sich mit dem Thema noch mal gut beschäftigen.

Sprecher 2

Ähm, ja, ich glaube es gibt mittlerweile wirklich einige gute Bücher dazu. Also was relativ aktuell ist, was letztes Jahr rausgekommen ist von der Nora Dietrich Mental Health at Work beispielsweise. Ähm, es gibt aber auch sehr, sehr viele Podcasts, beispielsweise Stefanie Stahl. Das ist ja auch eine Psychologin Psychotherapeutin, die auch sehr viel gar nicht im Bereich der Frühintervention, sondern auch vorher schon ansetzt. Also was kann ich eigentlich tun, um psychisch gesund zu bleiben? Das heißt, das ist nicht genau wie der heißt? Können wir vielleicht verlinken? Ja, gerne mit Lukas Pluschinski zusammen. Sie hat auch einen alleine, aber sie ist, so glaube ich, wirklich die bekannteste Psychologin in Deutschland, die das Buch geschrieben hat. Das Kind in dir muss Heimat finden.

Sprecher 1

Okay. Ja, doch, das kennt man. Okay.

Sprecher 2

Genau. Und dann gibt es noch Psychology to Go von Franca Cerutti. Das ist glaube ich so der Top Psychology Podcast. Die ist auch Therapeutin, arbeitet auch familientherapeutisch. Gibt es auch gerade eine Doku? Also das könnte ich auch empfehlen. Ja noch mal in der Mediathek beim ZDF zu gucken. Die familientherapeutische Sessions in Live, also sozusagen demonstriert. Das gibt glaube ich vier Folgen. Ähm, genau. Wer da Interesse hat, aber die hat auch einen tollen Podcast. Auch zum Thema Selbstzweifel innerer Kritiker. Aber klärt eben auch über psychische Erkrankungen auf.

Sprecher 1

Oh, danke, danke, danke, Danke für die ganzen Tipps. Werden wir alle in den ShowNotes mit reinlinken. Und gerade die Mediathek Doku, die suchen wir auch noch mal raus. Richtig wertvoll. Vielen, vielen Dank! Also ich hoffe, dass wir mit dem Podcast geschafft haben, das Thema hochzuholen, in Erinnerung zu rufen, sensibel zu machen, es vielleicht für sich selber noch mal mehr anzunehmen. Und je nachdem wer zuhört. Auch in der Führungskräfte Rolle. Natürlich auch noch mal eine andere Verantwortung mitzudenken. Da kann ich nur. Oder unser aller Daumen drücken, dass jeder eine gewisse Mitverantwortung wirklich mitträgt. Und ich werde sie auch mittragen. Ich sehe da jetzt auch meine Verantwortung als Recruitingberaterin hier auch auf aufmerksamer zu sein und daher doppelt. Danke Jasmin, dass wir den Podcast gemacht haben. Richtig klasse! In deinem Engagement freue ich mich sehr, was du auf die Beine bringen wirst. Weiterhin noch dieses Jahr 2026 und zuletzt auch noch mal gesagt, folgt bitte Jasmin auf LinkedIn mit immer auch wieder sehr, sehr regen Artikeln und Veröffentlichungen.

Sprecher 1

Da lohnt es sich bitte auch, sich mit ihr zu vernetzen. Genau. Wenn Fragen offen bleiben, schreibt uns gerne. Von daher erstmal heute für die Folge. Vielen, vielen Dank an Dich, Jasmin und an alle Zuhörenden auch. Vielen Dank bis zur nächsten Folge. Danke schön. Bis dann. Tschüss. Tschüss.

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